Kritik zu Dialogszene

Alles rund ums Drehbuch schreiben und die richtige Dramaturgie für Film & TV

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Kritik zu Dialogszene

Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Mi Nov 04, 2009 21:07

Hallo liebe Community,

ich bin neu hier und wollte gleich mal die Meinung von euch zu einer Dialogszene aus einem meiner Drehbücher einholen. Ich kann leider nicht das ganze Buch posten da es geschlagenen 167 Seiten lang ist. ;-)

Über offene, harte und ehrliche Kritik freue ich mich besonders. Ansonsten hoffe ich das es gefällt und ich möglichst viel Feedback bekomme.

Anmerkung: Es ist vllt. nicht ganz Jugendfrei deshalb würde ich jedem der unter 16 Jahre ist vllt abraten es zu lesen.

So long.... Donny

So jetzt auch im PDF Format. Lässt sich besser lesen ;-P

http://www.hackermovies.com/files/V%20and%20E.pdf
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Sa Nov 07, 2009 17:15

Hat niemand Feedback für mich???
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Neuer Beitragvon Elshalom » Sa Nov 07, 2009 19:46

doch. sie ist viiiiiiiiiiiiiel zu lang.
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » So Nov 08, 2009 1:10

Ansichtssache :wink:

Wie gesagt es ist aus einem Langfilmdrehbuch.
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Neuer Beitragvon Elshalom » So Nov 08, 2009 9:40

je länger der film, desto kürzer müssen die dialoge sein. die zuschauer schlafen sonst ein.
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » So Nov 08, 2009 12:07

Okay. Aber wie ist es inhaltlich? MIch würde interessieren ob die Dialoge flüssig sind usw.
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Neuer Beitragvon Elshalom » So Nov 08, 2009 12:42

wenn Du das ding um die hälfte kürzt, lese ich es. ;)
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » So Nov 08, 2009 16:09

Ne, Sorry. Aber kürzen geht mal gar nicht. :wink:

Des hat schon seinen Grund warum der Dialog/Szene so lang ist. Musst ja net lesen wenns dir zu viel ist :lol:
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OK

Neuer Beitragvon Simone W. » So Nov 08, 2009 22:47

Hey, ich weiß, Drehbuchschreiben ist nicht gerade das einfachste, kenne das! Arbeite grad selber an nem neuen. Auf jeden Fall zu deinem, ich soll ja ehrlich sein. Es ist gut, aber, ... aber die einen oder anderen Dialoge sind zu lang. Zu verwirrend wäre das, zumindest für mich! Klar, ich bin kein Profi, aber sag auch nur meine Meinung!
Inhaltlich kann man das nicht immer so verstehen, wie du es gerne rüberbringen möchtest, aber mutig ist es auf jeden Fall!

LG Simone :)
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Mo Nov 09, 2009 0:59

Schonmal Danke für die ehrliche Kritik. Weiß ich zu schätzen :wink:

Das Verwirrungen entstehen ist ja völlig klar. Du kennst ja nur diesen "Fetzen" aus einer Geschichte. Das macht es natürlich auch unglaublich schwer die Sache zu bewerten.

Trotzdem Danke nochmal.... :lol:
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Neuer Beitragvon jonni » Mo Nov 09, 2009 14:37

Hm, fass mal in ein paar Sätzen zusammen, was denn vor dem Abschnitt passiert. Würde die Sache interessanter machen.
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Mo Nov 09, 2009 16:10

Die Dialogszene spielt ziemlich zu Anfang der Geschichte. In dieser Szene werden die zwei Darsteller (Marques und Bruce) eingeführt.

Meine Geschichten wird von 3 Parteien bzw. Perspektiven gezeigt/erzählt, und das ist eben der Anfang einer dieser Dreien. Ich versuch trotzdem mal das ganze ein wenig zusammenzufassen (kann aber sein das du hinterher noch verwirrter bist :wink: )

Wie auch schon im Dialog durchsickert geht es im wesentlichen um die Suche nach dem CORE. Was das ist und vorallem wo er ist ergibt sich im laufe der Geschichte. Bisher ist folgendes passiert:

Es gibt zwei Männer die für Marques arbeiten und sich mit der Suche nach dem CORE beschäftigen. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein und sind Erzfeinde. Es kommt am Anfang zum Aufeinandertreffen der beiden das damit endet, dass sich beide je mit einem Kopfschuss niederstrecken. (vermtl.) Dann folgt das INTRO.

Als nächstes sind wir in Paris, genauer in einem Edelbordell, und sehen der jungen Hauptdarstellerin auf der Bühne zu wie sie ihre Show vorführt. Nach getahener Arbeit geht diese nach Hause und wird auf dem Heimweg von 3 betrunkenen Franzosen überfallen. Sie wacht im Pariser Polizeirevier am nächsten Morgen auf und bekommt alles von dem dort arbeitenden Offizier erklärt. (Was geschah) Danach geht sie nach Hause.

Als nächstes sind wir in der Szene die ich gepostet habe....

Um einen Faden zu zeigen: 1. Stelle ich die 2 Männer die sich gegenseitig angeschossen haben vor, 2. Stelle ich die junge Französin vor und 3. Stelle ich Marques und Bruce vor.

Dann beginnt die eigentliche Geschichte.....

Hoffe das hat dir weitergeholfen... und bitte schreib mir ein Feedback, oder wenn du
sonst noch Fragen hast...Einfach bescheid sagen. :wink:
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Neuer Beitragvon yomado » Mo Nov 09, 2009 22:25

Hallo,

besonders auffallend ist für mich, das es zwischen deinen Dialogen, die ich nicht schlecht finde, keinerlei Handlungserklärungen gibt.

Nur mal z.b.: Seite 3 Calvin geht zur Tür(e). Kurz bevor er den Raum verlässt fragt er.....
Dreht er sich für diese Frage zu dem Mann am Schreibtisch um, oder nicht?
Ich frage das weil beides ist möglich und jedes hat einen anderen visuellen Eindruck.

Zum einen lässt du wichtige Handlungserklärungen weg.. die den Eindruck erwecken das es nur Dialoge gibt, auf der anderen Seite aber fügst du sie ein....Z.b. auf seite 4. Der Mann am Schreibtisch zeigt auf den Stuhl.
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Di Nov 10, 2009 10:45

In der Regel kann man sagen, dass wenn nichts näheres beschrieben ist, es auch keinen Handlung an dieser Stelle gibt. Damit meine ich das die Dialoge zu diesem Zeitpunkt das Einzige sind was passiert.

Z.B. die Sache mit Calvin und dem Licht. Calvin dreht sich nicht um, um zu fragen ob er das Licht an oder ausschalten soll. Wäre es aber so dann hätte ich das auch vorher beschrieben.

Andererseits muss ich aber auch sagen, dass es nicht zwingend notwendig ist jede kleine Handbewegung festzuhalten. Natürlich, die die die Geschichte weiterbringen werden auf jeden fall genau beschrieben, aber solche Sachen wie oben müssen meiner Meinung nach nicht so genau beschrieben werden. :wink:

Aber Trotzdem Danke. :lol:
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Neuer Beitragvon kristinaP » Do Nov 12, 2009 10:56

Also, ich finde den Dialog auch viel zu lang und ausführlich.

Das tollste im Film ist es doch, wenn Sachen ohne Dialog erzählt werden, einfach nur aus der Situation oder aus dem Spiel des Schauspielers.
Ich glaube, da trauen Drehbuchautoren den Schauspielern oft einfach zu wenig zu und formulieren lieber alles genz haarklein aus - dabei wäre ein Blick oder eine Geste vielleicht viel intensiver und besser...
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Do Nov 12, 2009 11:11

Danke für die Kritik :wink:
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Neuer Beitragvon schischu » Sa Nov 14, 2009 15:29

Der Dialog gefällt mir schon ganz gut, musste paar mal laut auflachen.

Aber wie alle schon gesagt haben, zu lang, teilweise zu umständlich gesprochen. Ich weiss du möchtest den Dialog extra so lang haben, das macht ja auch teilweise den Humor aus, aber er ist zu lang. Das kommt teilweise dadurch, dass sich beide zu umständlich ausdrücken besonders Bruce, klar auch das verleit der Situation Komik und Witz aber versuch pointierter zu schreiben.

Dann finde ich, dass Marques zu früh und zu unvermittelt anfängt zu schreien. Er ist ein sehr berechnender Mann, er will einen entspannten Eindruck machen, er steht über den Dingen. Er braucht nicht zu schreien, das macht ihn nur schwächer. Ausserdem nimmst du damit die Energie aus dem was passiert, wenn er sich ins Bein schießt, denn dort schreit er nur rum, was auch gut ist, aber er sollte erst dort schreien, seine Coolnes wird gebrochen nicht schon vorher.

Ausserdem finde ich es zuviel dass er sich die Waffe an den Kopf hält, dass passt nicht zu dem was wir vorher von Marques kennen gelernt haben, auf andere zu schießen und ihnen damit angst zu machen, passt zu ihm, aber sich selbst die Waffe an den Kopf zu halten, dazu muss man schon sehr dumm sein, kein abgebrühteter Gangsterboss hätte sowas nötig er ist viel zu Klug so ein unötiges Risko einzu gehen, sowas erwartet man höchstens von nem total abgedrehten Junkie.
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Neuer Beitragvon Rickman » So Nov 15, 2009 14:01

Viel zu lang!

Und zu deiner Bemerkung vonvorhin: wenn nichts näheres beschrieben, ist keine Handlung => Film sind bewegte Bilder!! Für lange Dialoge eignen sich Hörbücher oder Romane, aber wenn du einen guten Film machen willst, dann solltest du gerade soviel Text reinpacken wie auch wirklich nötig ist, um die Geschichte zu tranportieren; den Rest interessiert keinen.

Zudem finde ich auch die Beschreibungen zu detailiert. Wenn jemand einen Zigarillo anzündet, muss man nicht beschreiben, mit welcher Hand er das Zündholz nimmt usw. und Perspektiven einfügen. Das sind Aufgaben des Regisseurs und ziehen den Plot unnötig in die Länge.
In Amerika hättest du damit keine Chance, kann die Geschichte noch so gut sein!!
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » So Nov 15, 2009 15:54

Erstmal danke für die Kritik an Schischu und Rickman.

Ich nehme eure Kritik mit den langen Dialogen gerne an. Ich hab ja jetzt schon von etlichen Seiten die selbe Kritik gehört und das scheint wirklich ein Problem zu sein.

Wenn ich eine Szene oder einen Dialog schreibe nehme ich mir gerne zeit. Soll heißen, dass ich meine Storys nicht mit zuviel, nennen wirs mal, "drum herum" vollstopfen will. Ich hab schon soviele Bücher (v.anderen Usern) gelesen die ihre Grundidee der Geschichte mit sovielen Sachen zugemüllt haben das der Blick fürs wesentliche verloren ging. Damit meine ich das sich der Autor in sovielen Kleinigkeiten verstrickt hat und immer wieder einen anderen Weg gegangen ist, dass am Schluss niemand mehr wusste worum es eigentlich noch geht.

Deshalb bin ich persönlich kein Fan von Büchern oder Filmen in denen alles im Schleudergang durchgehezt wird. Ich will in meinen Büchern eine gewisse "Gemütlichkeit der Atmosphäre" schaffen.

Sicher, und damit gebe ich allen meinen Kritikern :wink: recht, kann das einschläfernd aufs Publikum wirken. Aber und das ist gewiss, diese Dialogszene die ihr zu lesen bekommen habt ist da eine Ausnahme.

Zum Punkt "detailiert": Vllt. auch nicht immer richtig von mir (!) aber ich schreibe es gerne so auf wie es in meinem Kopf ist. Es zu visualisieren ist natürlich Aufgabe des Regisseurs.

Nochmals danke für die ehrliche Kritik.

Ich hoffe das ich noch viel Feedback bekomme...

So long..
Donny
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Neuer Beitragvon huckepack » Mo Nov 16, 2009 11:24

Ich fand deine Szene kurzweilig, mir viel kaum auf, dass sie 20 Seiten lang ist, zumal ich sie in ein paar Minuten durch hatte. Im Film wird die Szene jedoch locker 15-20 Minuten dauern und damit ist sie nach meinem Geschmack zu lang.

Die Szene vergnügt sich im Genre Dialog, bringt die Geschichte jedoch kaum voran. Ich fand die "Russisches Roulette" Nummer interessant, die Figuren und Motive sicher ausgearbeitet, doch zum Teil etwas verbraucht. So oder so ähnlich, mal besser,.auch schlechter schon gesehen. Mir fehlt das origininelle in den Figuren und im Dialog.

Die Dialog hören sich an, wie englisch synchornisiert. Nun, deine Geschichte spielt ja in den USA, aber warum schreibst du die Dialog nicht gleich in Englisch? Zumal du dann deinen Figuren etwas mehr Charakter in der Sprache geben kannst. Wo kommen sie her? Italienishe Wuzeln, Iren, White Trash, Afro etc. ... Das alles spüre ich im Dialog noch nicht, zu glatt, wie gebügelt synchronisiert. Stell diir die Typen Mal in Deutschland vor, der eine Russelanddeutsche, oder Kurde, deutsche Mittelschicht, Albaner etc. Sie alle würden anders sprechen, anderer Satzbau, Wortwal etc. Deinen Dialoge fehlt noch Persönlichkeit, sie sind zu glatt und bedienen Genrekonventionen.

Dennoch, angenehm unterhaltsam.
So long Huckepack.
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Neuer Beitragvon DannyScreen » Mo Nov 16, 2009 13:00

Elshalom hat geschrieben:je länger der film, desto kürzer müssen die dialoge sein. die zuschauer schlafen sonst ein.


Also das halte ich ja mal für Schwachsinn. Den Zuschauer trotz langer Dialoge nicht zu langweilen,darin liegt doch die Kunst. Und ich finde die Dialoge von Donny überhaupt nicht langweilig.

Dann müsstest du bei folgenden Filmen ja vor langeweile fast gestorben sein:

JFK-Tatort Dallas
Zodiac
Magnolia
Pulp fiction
Casino

Nur um mal Beispiele aufzuzählen. Gerade Pulp fiction LEBTE doch von den Dialogen. Ich glaube du denkst hier an Michael Bay und Uwe Boll Filme. Bei denen brauchts wohl gar keine Dialoge,weil die Filme eh schon hirnrissig sind. Aber bei den richtigen Kunstwerken wie von Scorsese,Stone,etc, da sind die Dialoge doch enorm wichtig.
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Neuer Beitragvon jonni » Mo Nov 16, 2009 18:47

DannyScreen hat geschrieben:
Elshalom hat geschrieben:je länger der film, desto kürzer müssen die dialoge sein. die zuschauer schlafen sonst ein.

Nur um mal Beispiele aufzuzählen. Gerade Pulp fiction LEBTE doch von den Dialogen. Ich glaube du denkst hier an Michael Bay und Uwe Boll Filme. Bei denen brauchts wohl gar keine Dialoge,weil die Filme eh schon hirnrissig sind. Aber bei den richtigen Kunstwerken wie von Scorsese,Stone,etc, da sind die Dialoge doch enorm wichtig.

Weiß nicht, Zodiac hatte nun auch wieder nicht sooo sonderlich viel Dialog.

Ich für meinen Teil mag Tarantino nicht, wenn er wieder mal ganz in seinem beschissenen Stil versinkt. Dieses Minutenlange, völlig hirnverbrandte Gebrabbel diverser Figuren über diverse Themen, die im allerkleinsten Bruch einen gemeinsamen Nenner haben, geht mir persönlich immer unendlich krass auf den Sack.

Inglourious Basterds und die erste Szene. Da muss man einfach ein Liebhaber sein, Spannungsfördernd war das jedenfalls irgendwann auch nicht mehr so ganz.

Weißt du welcher Film GANZ klar von seinen Dialogen "LEBTE"?

Training Day

Und weißt du auch warum? Weil sie ALLE etwas mit dem Film und der Story zu tun haben.

Da gibt es keine vier Weiber in einem Lokal, die sich dutzende Minuten lang über IRGENDWAS unterhalten wie in Death Proof. Der Film ist schrecklich.

Ich kann allgemein nicht verstehen, wieso Tarantino so unglaublich gefeiert wird. Wahrscheinlich gerade deswegen. Und weil er sich gerne mit Interviewpartnerinnen anlegt. Klasse Tarantino!
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Neuer Beitragvon DannyScreen » Mo Nov 16, 2009 19:23

[/quote]
Weiß nicht, Zodiac hatte nun auch wieder nicht sooo sonderlich viel Dialog.

Doch,hatte er.^^




"Ich kann allgemein nicht verstehen, wieso Tarantino so unglaublich gefeiert wird. Wahrscheinlich gerade deswegen. Und weil er sich gerne mit Interviewpartnerinnen anlegt. Klasse Tarantino!"[/quote]

Kann ich dir sagen. Erstmal geht es um seinen ganzen Werdegang. Er hat nie eine Filmschule besucht,sondern hat alles ganz allein auf die Beine gestellt.

Und er ist ein Independent-Filmer. Das heißt die meissten Studios schreiben einem vor,wie die Daialoge zusammen passen müssen,weil die,wie du,der Ansicht sind,dass sämtliche Dialoge unbedingt zur Story passen müssen. Quentin schreibt halt das,was ihm durch die Birne geht,und das KANN er auch,weil sich halt nicht an die vorgeschriebenen Regeln hält und es auch nicht muss.

Und er legt sich nur mit Reportern an,die meinen ihm ans Bein pinkeln zu müssen. Und das kann man ihm auch nicht verübeln. Wenn du z.B auf den einen Reporter anspielst,den Quentin angespuckt hat,da ging es darum,dass genau dieser Reporter bei der Premiere von Pulp fiction auf ihn zuging und ihm sagte,der Film sei super,genial, etc, aber in seinem Artikel hat der den Film auf einmal in der Luft zerissen. Da hätte ich auch so reagiert.

Man sollte schon wissen,worum es geht,bevor man gewisse Handlungen verurteilt. Einfach so ohne Grund macht er sowas nicht. Ist nicht böse gemeint von mir. ;)
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Mo Nov 16, 2009 20:02

Wow, also sind wir bei Tarantino angelangt....

@ Jonni:
Es ist doch ok wenn du Tarantino nicht magst. Ihn muss ja nicht jeder mögen. Aber dennoch muss man ihm lassen das es eben dieser (mit deinen Worten) beschissene Stil ist der seine Filme interessant macht.

Tarantino ist jemand der viel wert auf den Look bzw. die Optik seiner Filme legt. Die Story (und das ist ein offenes Geheimnis) ist oftmals sehr dünn in seinen Filmen. Aber du merkst anhand der Fans wie wenig es die Leute stört das die Story zu kurz kommt solange der Film unterhaltsam ist. Und um das geht es ja schließlich. Das Medium Film ist nich dazu da uns zu unterichten sondern uns zu unterhalten. Leider wird das mit dem, nennen wirs´ mal, "deutschem Schuhkastendenken" immer mehr verdrängt.

Im deutschen Film muss immer alles einen Grund haben. Nichts passiert grundlos und auf gar keinen Fall darf etwas aus reiner Unterhaltung passieren das die soooo wichtige Story nicht weiterbringt. Das ist leider trauriger Fakt. Deshalb mag ich das deutsche Kino bzw. den deutschen Film ansich nicht.

Ich denke auch das Tarantino für Neulinge die irgendwie vllt. versuchen in der Branche Fuß zu fassen ein kleiner Lichtblick ist, weil er, wie Danny richtig sagte, seine Karriere aus dem Nichts gestampft hat. Er ist das Paradebeispiel dafür das man nicht notwendiger Weise ein Filmstudium absolvieren musste um das zu machen was man gerne und auch gut macht. Deswegen ist er mein Vorbild. Und das diese Art von Film oder Drehbuch in DE keinen oder nur wenig Anklang findet habe ich aufgrund der Reaktionen zu meiner geposteten Dialogszene selbst erfahren.

Bevor mir jemand schreibt ob er durch meine Zeilen unterhalten wurde oder nicht, bekomme ich die Standardantwort: Der Dialog ist zu lang. Aber ok das ist eine Kritik und ich bin für jede Kritik dankbar da sie mir hilft ein besserer Autor zu werden.

So mein Statement....

Und jetzt bitte noch VIIIIIEL FEEDBACK!

So long...
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Neuer Beitragvon huckepack » Di Nov 17, 2009 13:33

DonnyDonowitz hat geschrieben:Im deutschen Film muss immer alles einen Grund haben. Nichts passiert grundlos und auf gar keinen Fall darf etwas aus reiner Unterhaltung passieren das die soooo wichtige Story nicht weiterbringt. Das ist leider trauriger Fakt. Deshalb mag ich das deutsche Kino bzw. den deutschen Film ansich nicht. Donny


Gerade im Deutschen "Art House Film" gibt es genug Beispiele für eigenwillige Filme, die keinen standartisierten Konzepten folgen, wie zum Beispiel die Filme von Christian Petzold.

DonnyDonowitz hat geschrieben:Und das diese Art von Film oder Drehbuch in DE keinen oder nur wenig Anklang findet habe ich aufgrund der Reaktionen zu meiner geposteten Dialogszene selbst erfahren.
Donny


Tarrantinos "inglorious bastards" hat in Deutschland immerhin fast 8 Millionen Euro Förderung erhalten. Wenn man sich mal die Mühe macht intensiver mir dem "Deutschen Film" zu beschäftigen, abseits von "Keinohrhasen" und "Baader Mainhof Komplex", dann findet man so unterschiedliche und eigenwillige Filme, von denen die meisten auch eine Finanzierung gefunden haben, wenn auch zuweilen kein Publikum. Ich empfehle jedem jungen Filmemache die HoferFilmtage zu besuchen. Wohl das beste Filmfestival unserer Republik, mit einer sehr geilen Filmauswahl und nebenbei kann man ganz unkompliziert mit Redakteuren, Produzenten und Verleihern ins Gespräch kommen.

DonnyDonowitz hat geschrieben:Bevor mir jemand schreibt ob er durch meine Zeilen unterhalten wurde oder nicht, bekomme ich die Standardantwort: Der Dialog ist zu lang. Donny


Wenn du diese Antwort von deinem "Publikum" bekommts, dann wurde dein Publikum wohl nicht gut genug unterhalten. Die Kritik nur auf den Geschmack zu schieben, macht deinen Dialog nicht besser. Dennoch glaube ich, es geht weniger darum, wie lang oder kurz dein Dialog ist, sondern vielmehr darum wie gut er ist. Ein origineller und erquickender Dialog wird nicht langweilig, auch nicht auf 30 Seiten. Siehe die Tennessee Williams Dialoge alá "Who´s affraid of Virginia Wulf". Da hast du 30 Seiten Dialog voller Charaker, Witz und Konflikt. Dein Dialog ist OK, aber ihm fehlt sicherlich noch eine gehörige Portion Eigensinn, um 20 Seiten lang zu tragen. Tarrantino hat diesen unverwechselbaren Eigensinn, doch Eigensinn kann man nunmal nicht kopieren. Dein Dialog zitiert zwar Tarrantino bzw. das Genre, mir fehlt dabei jedoch noch das gewissen Etwas, das unverwechselbare an den Figuren. Tarrantino hat ganz eigene und einzigartige Charaktere geschaffen und wenn diese sich unterhalten, ensteht auch ein einzigartiger Dialog. Deine Charaktere sind für mein Gefühl noch zu sehr Abziehbilder des Genre und Klischees. Wenn du weiter an deinen Charakteren arbeitest, dann werden die Figuten ihre eigene Sprache finden und mit ihr ein Dialog entstehen, der einzigartig ist und von dem man nicht genug bekommen kann, auch nach 20 Seiten nicht. Ansonsten beibt bei mit das Gefühl zurück: Ganz nette Unterhaltung, aber bei Tarrantino & Co schon besser gesehen. Und zwei Filme später habe ich den Film schon wieder vergessen. Pulp Fiction dagegen, werde ich nie vergessen,

So long Huckepack
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Di Nov 17, 2009 19:12

Das Tarantino´s "Inglourious Basterds" ne Förderung bekommen hat ist ja wohl mehr als klar. Die Studios wollen einen Fuß in die Tür "Hollywood" bekommen ebenso wie der deutsche Filmförderfond. Ich mag hatl einfach die deutschen Filme die ich kenne nicht (und Filme von Leuten die ich nicht kenne bzw. noch nicht gesehen habe kann ich nicht beurteilen).

Ich will jetzt auch von der Tarantino Diskussion weg.

Was ich dazu aber noch anfügen möchte: Tarantinos Charaktere sind sehr sehr gut ausgearbeitet und funktionieren meißt perfekt in seinen Filmen. Aber ich persönlich wenn mir einen neuen Charakter ausdenke gehe da vllt. etwas anders vor als andere. Ich möchte das ggf. der Schauspieler sich selbst in die Rolle einbringt und sie dadurch besonders wird. Viele Schauspieler mögen es nämlich nicht wenn sie keinerlei Handlungsspiel haben.

Aber das ist meine Meinung.

Ich hab schon verschiedenste Kritiken (nicht nur hier) für diese Passage aus meiner Geschichte bekommen. Von zäh wie Kaugummi bis sehr gut war alles dabei. Deswegen denke ich schon das es Geschmackssache ist. Was jetzt nicht heißen soll das ich imun gegen Kritik bin und glaube das das was ich gepostet habe das Non-Plus-Ultra ist. Im Gegenteil ich bin sehr selbstkritisch.

Aber Huckpack danke für deinen Beitrag :wink:

So long...
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Neuer Beitragvon j1clark » Mi Nov 18, 2009 22:41

DannyScreen hat geschrieben:
Also das halte ich ja mal für Schwachsinn. Den Zuschauer trotz langer Dialoge nicht zu langweilen,darin liegt doch die Kunst. Und ich finde die Dialoge von Donny überhaupt nicht langweilig.

Dann müsstest du bei folgenden Filmen ja vor langeweile fast gestorben sein:

JFK-Tatort Dallas
Zodiac
Magnolia
Pulp fiction
Casino


Als der Film 'Casino'(1995) ins Kino kam, kriegte er eine 'seltsame' Verleihung... Der Film hatte die größte Benutzung von dem Wort, F*uck, als jeden Film vorher.

Die 4 höchste Filmen...

F*uck - a documentary on the word 2005 824
Summer of Sam 1999 435
Nil by Mouth 1997 428
Casino 1995 398
---------------------------------

Vielleicht gibt es kürzere Dialog in Englisch... aber F*uck in den verschiedenen Beduetungen ist einer der kürzten...

* Notiz... hey, was passiert... ein englisches Wort wird 'geschmusigt'...
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Neuer Beitragvon jonni » Mi Nov 18, 2009 23:28

j1clark hat geschrieben:Als der Film 'Casino'(1995) ins Kino kam, kriegte er eine 'seltsame' Verleihung... Der Film hatte die größte Benutzung von dem Wort, F*uck, als jeden Film vorher.


Was ist mit Scarface (1983) ?
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Neuer Beitragvon j1clark » Do Nov 19, 2009 0:53

jonni hat geschrieben:
j1clark hat geschrieben:Als der Film 'Casino'(1995) ins Kino kam, kriegte er eine 'seltsame' Verleihung... Der Film hatte die größte Benutzung von dem Wort, F*uck, als jeden Film vorher.


Was ist mit Scarface (1983) ?


Scarface 1983 207

Also, Casino hat fast zweilmal mehr 'kurz' Dialog Wörter...
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Neuer Beitragvon jonni » Do Nov 19, 2009 16:39

j1clark hat geschrieben:Scarface 1983 207

Also, Casino hat fast zweilmal mehr 'kurz' Dialog Wörter...

Hm naja, aber "F*ck's"? Weiß nicht. Klar, hab beide Filme nur in der deutschen Version geschaut, aber da hat man sich beim "F*ck" immer mit "beschissen", "verschissen", "scheiß" geholfen und die Wörter kamen definitiv öfter in Scarface vor, als in Casino. Da bin ich mir ziemlich sicher. Kenne deine Statistik aber nicht. :wink:
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Neuer Beitragvon eisbär » Do Nov 26, 2009 21:08

Ich finde den Anfangsdialog ganz gut, aber was später kommt - der Teil mit Bruce - konnte mich nicht fesseln und wurde schnell langweilig. Ein Mann in einer höheren Position lässt sich von einem Wurm verwirren? Ich schätze, dass der Typ ihm eher auf die Fresse gehauen hätte, um es mal deutlich zu sagen.
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Neuer Beitragvon Weenie » Fr Nov 27, 2009 11:06

Weiß nicht, Zodiac hatte nun auch wieder nicht sooo sonderlich viel Dialog.

Ich für meinen Teil mag Tarantino nicht, wenn er wieder mal ganz in seinem beschissenen Stil versinkt. Dieses Minutenlange, völlig hirnverbrandte Gebrabbel diverser Figuren über diverse Themen, die im allerkleinsten Bruch einen gemeinsamen Nenner haben, geht mir persönlich immer unendlich krass auf den Sack.

Inglourious Basterds und die erste Szene. Da muss man einfach ein Liebhaber sein, Spannungsfördernd war das jedenfalls irgendwann auch nicht mehr so ganz.


Doch, doch - "Zodiac" hatte enorm viel Dialog und war noch dazu sehr verwirrend. ;) Auch so ein Film, den man unbedingt mehrmals sehen muss.

Ich mochte die erste Szene in "Ingloroius Basterds" sehr gerne, fand das Ganze äußerst stimmungsvoll...naja, ist eben Geschmackssache. Deswegen würde ich mir über die Dialoglänge an sich auch nicht allzu viele Gedanken machen, es komtm doch drauf, was gesagt wird...
Zuletzt geändert von Weenie am Mo Nov 30, 2009 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Fr Nov 27, 2009 19:22

Ich sehe das genauso wie mein Vorredner. Es gibt keine vorgeschriebenen Längen für Dialoge. Es kommt darauf an wie gut sie sind.

Ich hab irgendwo mal (auch in einem Forum) gelesen, dass ein Sprechpart einer Person nicht länger als 7 Wörter sein dürfte. Das halte ich für absoluten Unsinn. Jeder Autor will doch eine Geschichte erzählen und wenn diese Geschichte bzw. das was die Person zu sagen hat nunmal länger als 7 Wörter ist, dann ist das so.

Ich hab das ganze mal in einem Selbstversuch probiert. Ich hab eine Kurzgeschichte geschrieben und probiert mich an diese Regel zu halten. Was war das Ergebnins: Die Figuren hatten kein bisschen Leben in sich. Sie kamen unheimlich hölzern und sachlich daher. Im gleichen Zug habe ich dann die selbe Geschichte nochmal geschrieben und zwar so wie ich sie geschrieben hätte. Ich persönlich fand die zweite Variante besser, weil sie natürlicher war.

Ich hab sie auch ein paar Leuten zum lesen gegeben und die haben mich bestätigt. Ich will damit sagen das es auf den Inhalt ankommt und da spielt es keine Rolle wie lang oder kurz eine Dialogszene ist.

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Neuer Beitragvon jonni » Sa Nov 28, 2009 14:08

DonnyDonowitz hat geschrieben:Ich sehe das genauso wie mein Vorredner. Es gibt keine vorgeschriebenen Längen für Dialoge. Es kommt darauf an wie gut sie sind.

Ich hab irgendwo mal (auch in einem Forum) gelesen, dass ein Sprechpart einer Person nicht länger als 7 Wörter sein dürfte. Das halte ich für absoluten Unsinn. Jeder Autor will doch eine Geschichte erzählen und wenn diese Geschichte bzw. das was die Person zu sagen hat nunmal länger als 7 Wörter ist, dann ist das so.

Ich hab das ganze mal in einem Selbstversuch probiert. Ich hab eine Kurzgeschichte geschrieben und probiert mich an diese Regel zu halten. Was war das Ergebnins: Die Figuren hatten kein bisschen Leben in sich. Sie kamen unheimlich hölzern und sachlich daher. Im gleichen Zug habe ich dann die selbe Geschichte nochmal geschrieben und zwar so wie ich sie geschrieben hätte. Ich persönlich fand die zweite Variante besser, weil sie natürlicher war.

Ich hab sie auch ein paar Leuten zum lesen gegeben und die haben mich bestätigt. Ich will damit sagen das es auf den Inhalt ankommt und da spielt es keine Rolle wie lang oder kurz eine Dialogszene ist.

So long...
Donny

Es geht dabei darum, zu lernen, sich als Autor kurz fassen zu können. Viele meinen die könnten Geschichten erzählen, dabei können sie nur erzählen, erzählen, erzählen. Wer es eindeutig und mit wenigen Worten auf den Punkt bringen kann, der weiß um was es geht, was er benötigt, um eine Geschichte voranzutreiben und Spannung aufzubauen. Da ensteht die Spannung nicht nur, weil er ellenlang herumquatscht und man wissen will, wie es denn nun weiter geht.

7 Worte ist eine Richtlinie, nicht mehr und nicht weniger. Ausserdem soll sie dazu führen, weniger Füllwörter zu benutzen.

Aber im Endeffekt weiß ich was du meinst und wer solche Tipps sowieso immer wörtlich nimmt, macht vorneweg alles falsch. So sind die niemals gemeint - diskutieren hier doch nicht über das Grundgesetz (was auch nicht überall so ganz wörtlich zu verstehen ist).
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Mo Nov 30, 2009 10:44

Es geht dabei darum, zu lernen, sich als Autor kurz fassen zu können. Viele meinen die könnten Geschichten erzählen, dabei können sie nur erzählen, erzählen, erzählen. Wer es eindeutig und mit wenigen Worten auf den Punkt bringen kann, der weiß um was es geht, was er benötigt, um eine Geschichte voranzutreiben und Spannung aufzubauen. Da ensteht die Spannung nicht nur, weil er ellenlang herumquatscht und man wissen will, wie es denn nun weiter geht.


Da geb ich dir auch teilweise recht. Aber es ist doch so, für angehende "Drehbuchautoren" die gerade erst die ersten zaghaften Schritte in dieses Gebiet machen wirkt sowas immer sehr abschreckend. Natürlich sollte man sich nach Möglichkeit kurzhalten aber es sollte auch kein MUSS sein. (Was es ja auch nicht ist). Trotz langer Dialoge eine Gewisse Spannung schaffen ist mindestens genauso schwierig (wenn nicht sogar schwieriger) , wie selbiges mit kurzen Dialogen. Aber was ein MUSS ist und in dem Punkt geb ich dir zu 100% Recht, ist das der Autor auf jedenfall den Kern seiner Dialoge erfassen sollte und demenstprechend den ganzen Dialog gestaltet. Einfach so drauflosschreiben ist fatal.


Aber im Endeffekt weiß ich was du meinst und wer solche Tipps sowieso immer wörtlich nimmt, macht vorneweg alles falsch. So sind die niemals gemeint - diskutieren hier doch nicht über das Grundgesetz (was auch nicht überall so ganz wörtlich zu verstehen ist).


Jepp seh ich genauso :wink: Trotzdem. Manche Leute lassen sich von so etwas leicht abschrecken und denken: "Oh, shit wenn ich meine Dialoge nicht in so und so vielen Wörtern unterbringe hab ich als Autor keine Chance!". Und das ist Blödsinn.
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Neuer Beitragvon jonni » Mo Nov 30, 2009 15:19

DonnyDonowitz hat geschrieben:Jepp seh ich genauso :wink: Trotzdem. Manche Leute lassen sich von so etwas leicht abschrecken und denken: "Oh, shit wenn ich meine Dialoge nicht in so und so vielen Wörtern unterbringe hab ich als Autor keine Chance!". Und das ist Blödsinn.

Mal erlich. Wie wollen es dann diese Leute im Geschäft machen, wenn ihnen der Produzent und der Regisseur sagen, was zu tun ist. Die kommen dann ohne genaue Tipps überhaupt nicht zu recht. Wer hier schon nicht beweist, dass er seine eigene Birne einschalten kann, wie will er das dann später machen. Klar kann man alles erlernen, aber die Selektion sucht sich nicht die mit der kleinsten Basis an notwendiger Voraussetzung heraus.
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Mo Nov 30, 2009 20:49

Mal erlich. Wie wollen es dann diese Leute im Geschäft machen, wenn ihnen der Produzent und der Regisseur sagen, was zu tun ist. Die kommen dann ohne genaue Tipps überhaupt nicht zu recht. Wer hier schon nicht beweist, dass er seine eigene Birne einschalten kann, wie will er das dann später machen


Das ist ja meistens das Problem. Autor sein bzw. das Schreiben ansich ist zwar ein Kreativer Berufszweig aber und das ist ein fettes aber es ist eben ein Beruf. Und wie in jedem anderen Beruf muss man auch hier ganzen Einsatz zeigen und voll und ganz hinter seiner Sache stehen. Das ist ja leider oftmals schon die erste Hürde an der viele Autoren scheitern.

Klar kann man alles erlernen, aber die Selektion sucht sich nicht die mit der kleinsten Basis an notwendiger Voraussetzung heraus.


zu 100% unterschreib ich das. :wink:

Ich freue mich übrigens immernoch über weiteres Feedback.... :wink:
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Neuer Beitragvon j1clark » Do Dez 03, 2009 1:28

DonnyDonowitz hat geschrieben:Ich sehe das genauso wie mein Vorredner. Es gibt keine vorgeschriebenen Längen für Dialoge. Es kommt darauf an wie gut sie sind.

Ich hab irgendwo mal (auch in einem Forum) gelesen, dass ein Sprechpart einer Person nicht länger als 7 Wörter sein dürfte. Das halte ich für absoluten Unsinn. Jeder Autor will doch eine Geschichte erzählen und wenn diese Geschichte bzw. das was die Person zu sagen hat nunmal länger als 7 Wörter ist, dann ist das so.

In Romanen und 'anderen' literarischen Formen sind solche Regeln etwas entspannt als in Drehbüchern.

Aber in einem Drehbuch muss man immer an 'Was steht auf der Leinwand' achten, und wenn jede Seite ein Minute Film Laufzeit ist, dann ist eine Seite (oder halb Seite)... von nur Dialog absolut nötig?

Und warum will ein Autor eine 'lange' Dialog machen... oft für die folgende:

Exposition
Innengedanken
Philosophische Erklärungen... oder so was.

Vielleicht am meisten werden 'Exposition'(*) für 'On Screen' Dialog, und 'Voice Over' für Innengedanken benutzt.

Ich glaube 'Exposition' ist richtig in diesem Kontext???

Expositorische Dialog könnte anders behandelt werden. Statt in einem langen Zug könnten die Infos, wenn es nötig ist, in kleineren Stücken gemacht werden, und über mehrere Seiten verteilt werden.

Für 'Voice Over' muss man wirklich entscheiden, dass es keinen anderen Weg gibt, diese 'Gedanken' oder 'Er-Auf-klärungen' zu zeigen...

Die 7-Wörter Regel bewegt (hoffentlich...) den Autor an 'was wirklich nötig ist'.

Man spricht auch von 'Subtext' in Dialog. Meiner Meinung Nach, werden kürzere Sätze besser für Subtext verwendet, als die langen...
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Neuer Beitragvon DonnyDonowitz » Do Dez 03, 2009 13:40

DonnyDonowitz hat Folgendes geschrieben:
Ich sehe das genauso wie mein Vorredner. Es gibt keine vorgeschriebenen Längen für Dialoge. Es kommt darauf an wie gut sie sind.

Ich hab irgendwo mal (auch in einem Forum) gelesen, dass ein Sprechpart einer Person nicht länger als 7 Wörter sein dürfte. Das halte ich für absoluten Unsinn. Jeder Autor will doch eine Geschichte erzählen und wenn diese Geschichte bzw. das was die Person zu sagen hat nunmal länger als 7 Wörter ist, dann ist das so.

In Romanen und 'anderen' literarischen Formen sind solche Regeln etwas entspannt als in Drehbüchern.


Da gebe ich dir zum Teil recht. In einem Roman würde ich sogar sagen ist notwendig so detailliert als möglich zu schreiben, da es ja nichts visuelles im klassischen Sinn ist.

Aber in einem Drehbuch muss man immer an 'Was steht auf der Leinwand' achten, und wenn jede Seite ein Minute Film Laufzeit ist, dann ist eine Seite (oder halb Seite)... von nur Dialog absolut nötig?


Ich denke das kommt auf den Stoff an. In manchen Büchern bzw. Filmen ist es nicht notwendig längere Dialoge zu schreiben, aber andersherum kann es auch für eine Geschichte wichtig sein die Dialoge länger zu halten.


Und warum will ein Autor eine 'lange' Dialog machen... oft für die folgende:

Exposition
Innengedanken
Philosophische Erklärungen... oder so was.

Vielleicht am meisten werden 'Exposition'(*) für 'On Screen' Dialog, und 'Voice Over' für Innengedanken benutzt.

Ich glaube 'Exposition' ist richtig in diesem Kontext???

Expositorische Dialog könnte anders behandelt werden. Statt in einem langen Zug könnten die Infos, wenn es nötig ist, in kleineren Stücken gemacht werden, und über mehrere Seiten verteilt werden.

Für 'Voice Over' muss man wirklich entscheiden, dass es keinen anderen Weg gibt, diese 'Gedanken' oder 'Er-Auf-klärungen' zu zeigen...


Ich glaube ich verstehe nicht recht. Kannst du das nochmal mit anderen Worten verfassen? :wink:
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Neuer Beitragvon Lacci » Do Dez 03, 2009 15:33

Auf die Länge möchte ich gar nicht näher eingehen, das ist glaube ich von genug Leuten angesprochen und wird ja eh durchgekaut. Ich kann mir aber vorstellen, dass ein Teil der angemerkten Mängel durch entsprechende Schauspieler behoben würde. Ich stimme Dir zu, dass viele sich selbst einbringen wollen.

Mich haben tatsächlich die Rechtschreibfehler gestört. Es heißt nun mal Fairness und nicht Fährniss.

Teilweise sind mir die einzelnen Formulierungen zu klischeehaft oder unpassend für die Charaktere. Warum sagt Marques Wic.hsschei.ße? Das erwarte ich maximal von Grundschülern oder geistig eingeschränkten Personen. Marques soll doch aber der coole Finsterling sein.

Einige Wechsel in der Stimmung der Charaktere finde ich ein bisschen zu flott, aber das liegt ja auch ein bisschen in der Umsetzung der Schauspieler.

Okay, das wären meine wichtigsten Punkte. ^^
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