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Der Preisverfall in der Branche betrifft nicht nur die Filmschaffenden am Set.
Auch Geräteverleiher und Postproduktionshäuser klagen seit langem über
Dumpingangebote, die das wirtschaftliche Überleben immer immer schwerer
machen. Am Rhein hat das nun eine neue Qualität erreicht: Mit einem Offenen
Brief, der auf den 20. Oktober datiert ist, hat sich Niels Maier, Geschäftsführer
des Licht- und Kamerabühnentechnik-Verleihs Maier Bros. in Köln, an
die an die Filmstiftung NRW gewandt, um auf die Zustände hinzuweisen.
Seine Klage richtet sich insbesondere gegen die Münchner Mitbewerber
Bavaria Production Service (BPS) und deren 100prozentige Tochter Cine Mobil,
die Teil der Bavaria-Gruppe sind, welche wiederum den öffentlich-rechtlichen
ARD-Sendern gehört: Beide Firmen, die mit der selben Adresse und Telefonnummer
in Köln firmieren, seien am regionalen Markt aktiv, ohne aber
die Leistung vor Ort zu erbringen. In Nordrhein-Westfalen gebe es keinen
richtigen Firmensitz mit Lager und Werkstatt, so Maier. Equipment, Aggregate
und Lastwagen für die Produktionen werde in München geladen, zur Rück -
nahme komme ein Techniker nach Köln geflogen. Der regionale Wirtschaftsförderungseffekt,
den die Filmförderung verfolgt, werde so ausgehebelt,
Dabei gehe es nicht »um ein Geplänkel zwischen zwei Filmgeräteverleihern
«, betont Maier: »Wir scheuen nicht den freien Wettbewerb und haben
eine gute Chance, uns zu behaupten, solange die Rahmenbedingungen für
alle gleich (oder zumindest ähnlich) sind.« Das Problem bestehe darin, »daß
wir mit einem Konkurrenten in den Wettbewerb treten müssen, welcher keine
positiven Ergebnisse erzielen muß. Alle Verluste von Cine Mobil werden von
den Muttergesellschaften Bavaria Production Services und der Bavaria Film
ausgeglichen. Deswegen kann Cine Mobil Konditionen anbieten, mit denen
wir nicht mithalten können.«
www.maierbros.de
Quelle:: Cinearte 201, Nov. 2009
http://www.cinearte.net