Frage zur Filmfinanzierung

Alles rund ums Drehbuch schreiben und die richtige Dramaturgie für Film & TV

Moderator: Kobe

Frage zur Filmfinanzierung

Neuer Beitragvon holywood-tv » Fr Jan 22, 2010 10:47

Als Drehbuchautor einer Kino-Trilogie möchte ich mein Projekt gerne selbst umsetzen.

Entgegen der „normalen“ Finanzierung eines solchen Großprojektes beabsichtige ich mir eine hohe Anzahl an Co-Produzenten zu suchen.

Prinzipiell soll dabei jedermann Co-Produzent werden können, wer mindestens 50,- € in das Projekt investiert. Dafür soll dieser Co-Produzent sowohl im Abspann namentlich genannt werden, als auch am potentiellen Gewinn bzw. Verlust beteiligt werden.

Meine Frage wäre nun, ist ein solcher Weg der Filmfinanzierung, den ich hier sehr vereinfacht dargestellt habe, nach deutschem Recht zulässig :?:

Und wie müßten die Verträge dazu aussehen :?:
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Neuer Beitragvon Anubis » Fr Jan 22, 2010 12:29

Vergiss es. Ehrlich, vergiss es.

Nicht nur, dass du es ja noch nicht mal schaffst im richtigen Bereich zu posten (deine Frage gehört in "Produktion") - dein Finanzierungskonzept ist völlig unrealistisch. Spar dir die Energie da auch nur einen Moment länger drüber nachzudenken. Wirklich.
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Neuer Beitragvon holywood-tv » Fr Jan 22, 2010 18:07

@ Anubis:

Den Einwand, dass ich im falschen Forum gefragt habe, lasse ich gelten. Entschuldigung dafür.

Meine Frage hast Du jedoch mit Deiner persönlichen Meinung nicht beantwortet.

Ob es realisierbar oder vollkommen unrealistisch ist, war nicht meine Frage. Es kommt dabei sicherlich auch auf den Stoff sowie auf vorhandene Kontakte an.

(Ein Beispiel: Der Stoff setzt sich mit der Problematik einer Randgruppe auseinander. Zu jener Randgruppe bestehen 1.000.000 Kontakte, wobei 10 % bereit wären mindestens 50 € zu investieren,...)

Nochmals: Meine Frage war ob es rechtlich zulässig ist?
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Re: Frage zur Filmfinanzierung

Neuer Beitragvon j1clark » Fr Jan 22, 2010 22:58

holywood-tv hat geschrieben:Prinzipiell soll dabei jedermann Co-Produzent werden können, wer mindestens 50,- € in das Projekt investiert.


Hier in den US, würde man das Wort 'investieren' nicht benutzen. Das Wort 'investieren' bedeutet, dass es eine Erwartung gäbe, dass man etwas 'mehr' als die investierte Summe bekäme (nach und nach...), und solche 'Verträge' würden unter die Obhut der Securities Exchange Commission kommen.

Ich würde vermuten, dass es ähnlich in Deutschland ist...

Also man sollte das Wort 'verkaufen'... als man sollte 'Co-Produzent Credit' verkaufen.

Ich habe von solchen Projekten gehört, aber ich weiss nicht, was für einen Erfolg bei Geld Förderung sie gehabt haben.
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Neuer Beitragvon holywood-tv » Sa Jan 23, 2010 0:34

@ j1clark:

Vielen Dank für den Tip. Ich habe auch schon mal von einem "Hollywood Stock Exchange" gelesen, was mich im Prinzip auch auf die Idee gebracht hat meine Filme über einen solchen Weg zu finanzieren.

Soweit ich mich erinnern kann war der Artikel darüber im Geenpeace Magazin, erschienen so ca. 2002 oder 2003.

Da auch (nach und nach) mehr als die "investierte" Summe für die "Co-Produzenten" dabei herauskommen soll, fällt es, wenn ich Dich richtig verstehe, unter die Ophut der Börsenaufsicht?

Und den folgenden Satz verstehe ich nicht so ganz:

"Also man sollte das Wort 'verkaufen'... als man sollte 'Co-Produzent Credit' verkaufen"
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Neuer Beitragvon holywood-tv » Sa Jan 23, 2010 0:39

Hier noch der Link zum Greenpeace Magazin Artikel

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=3541
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Re: Frage zur Filmfinanzierung

Neuer Beitragvon Mumble » Sa Jan 23, 2010 14:13

holywood-tv hat geschrieben:Und wie müßten die Verträge dazu aussehen :?:
Hallo,
das ist eine ja eine tolle Idee. Finanzierung ist ja immer ein großes Thema.

Was sagt denn der Anwalt dazu?
Und natürlich der Steuerberater, wie soll das denn aussehen?
Also gesellschatftsrechtlich. Eine GmbH? Oder Aktiengesellschaft?

Vor allem würde mich interessieren, was das Finanzamt dazu sagt
und wie du das Geld versteuern willst.
Berichte uns doch mal, was da passiert.

Wenn du die Verträge hast, schick sie mir bitte auch mal. Vielen Dank!
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Re: Frage zur Filmfinanzierung

Neuer Beitragvon jonni » Sa Jan 23, 2010 15:28

Mumble hat geschrieben:Oder Aktiengesellschaft?!

Ja genau. Für einen Film, den niemand sehen will.
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Neuer Beitragvon Syl » Sa Jan 23, 2010 22:17

Ein Co Produzent gibt nicht nur Geld, er trägt auch das finanzielle Risiko mit.
Auch für alles was nach dem Filmschnitt kommt. Was wenn der Film eine Pleite wird. Verluste einfährt durch Kosten, die Du nicht bedacht hast?!

Es kann auch im Nachhinein so viel passieren.

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Neuer Beitragvon Mir2 » So Jan 24, 2010 11:17

Syl hat geschrieben:Was wenn der Film eine Pleite wird. Verluste einfährt durch Kosten, die Du nicht bedacht hast?!


Wie du schon geschrieben hast: Er trägt das finanzielle Risiko mit.

holywood-tv hat geschrieben:Dafür soll dieser Co-Produzent sowohl im Abspann namentlich genannt werden, als auch am potentiellen Gewinn bzw. Verlust beteiligt werden.


Aber genau darin sehe ich das Problem. Wer will schon dieses Risiko eingehen, ohne darauf Einfluss nehmen zu können? Und wie sollen so viele Produzenten, wie sie hier angedacht sind, Einfluss auf den Film nehmen können? Das endet im absoluten Chaos.
Mich würde das Risiko jedenfalls total abschrecken. Man will etwas helfen und endet mit einem Haufen Schulden. :? Ne, danke.
Eine Lösung wäre natürlich, die Finanzierer von möglichen Nachforderungen genauso auszuschließen wie von möglichen Einflussnahmen auf den Film.
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Re: Frage zur Filmfinanzierung

Neuer Beitragvon holywood-tv » So Jan 24, 2010 12:45

jonni hat geschrieben:
Mumble hat geschrieben:Oder Aktiengesellschaft?!

Ja genau. Für einen Film, den niemand sehen will.



Wie gesagt, es kommt immer auf den Stoff sowie auf die Zielgruppe an. Eine Oma schaut lieber den Musikantenstadel und ein Hip-Hopper einen Kifferfilm. Zwei unterschiedliche Zielgruppen - folglich zwei unterschiedliche Stoffe,...

Mir2 hat geschrieben:Mich würde das Risiko jedenfalls total abschrecken. Man will etwas helfen und endet mit einem Haufen Schulden. Ne, danke.


Daher braucht man ja nur 50,- € investieren. Über das Risiko entscheidest Du demnach selbst. Und einen Verlust von 50,- € kann wohl jeder, der nicht gerade in den Slums eines "3.Welt-Landes" lebt, verkraften,...

Mir2 hat geschrieben:Eine Lösung wäre natürlich, die Finanzierer von möglichen Nachforderungen genauso auszuschließen wie von möglichen Einflussnahmen auf den Film.


Richtig, oder eine Mitsprache erst ab einer gewissen Summe des Gesamtbudgets - z.b. ab 5 % hat man Mitspracherechte, oder so ähnlich,...
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Re: Frage zur Filmfinanzierung

Neuer Beitragvon jonni » So Jan 24, 2010 13:24

holywood-tv hat geschrieben:Ja genau. Für einen Film, den niemand sehen will.

Noch mal das Stichwort: Aktiengesellschaft. Es wird da leider niemanden geben, der dir dein Grundkapital liefert in der Hoffnung er würde mit Gewinnbringenden Dividenden aus der Sache herauskommen. Wir leben hier leider nicht in den USA. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass sich eine Aktiengesellschaft erst rechnet, wenn du etwas WIRKLICH großes vor hast. Wenn beispielsweise deine Idee stimmt in Form eines möglichen Patents. Ein Film, da kannst du auch eine Kiosk-Kette eröffnen und sie "McKiosk" nennen. Ich sage dir, in Deutschland funktioniert deine Finanzierungsidee nicht, weil hier niemand in vagemutige Geschäfte investiert. Ausserdem kommst du aus einer Aktiengesellschaft nicht so einfach heraus, als würdest du eine ganz simple Filmproduktion gründen, wie das der Macher von "Auf bösem Boden" getan hat. So kommst du an eine FIlmförderung heran und kannst dir mit Spenden immer noch den Rest des Budgets organisieren.

holywood-tv hat geschrieben:Daher braucht man ja nur 50,- € investieren. Über das Risiko entscheidest Du demnach selbst. Und einen Verlust von 50,- € kann wohl jeder, der nicht gerade in den Slums eines "3.Welt-Landes" lebt, verkraften,...

50 Euro ist sehr viel. 50 Euro hau ich lieber am Samstag mit ein paar Kollegen raus, als sie zu verschenken.
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Re: Frage zur Filmfinanzierung

Neuer Beitragvon Mumble » So Jan 24, 2010 13:35

holywood-tv hat geschrieben:Daher braucht man ja nur 50,- € investieren.

Der Verwaltungsaufwand ist gigantisch. 100.000 mal 50 Euro. Für jeden der 100.000 "Koproduzenten" brauchst du einen Vertrag. Und zwar eigenhändig unterschrieben.
Druckkosten, Umschläge, Porto. Dafür wirst du erstmal in Vorleistung gehen müssen.
Niedrig geschätzt 80.000 Euro. Dein Geld. Die 100.000 "Koproduzenten" müssen erfasst und verbucht werden. Das dauert einige Wochen. Wenn du sonst nichts zu tun hast, na prima.

Aktiengesellschaft? Dann gibt es Bilanzpflicht und mancherlei andere Auflagen, die auch wiederum ein Menge deines Geldes kosten, bevor irgend jemand auch nur nen Zwanni raus tut. Das wird nicht funktionieren.

z.b. ab 5 % hat man Mitspracherechte, oder so ähnlich,...
Spätestens jetzt wird klar, daß deine Idee () niemals funktionieren wird. Ob ich noch bei () "leider" einfügen soll, da bin ich mir nicht ganz sicher. Vielleicht paßt auch "zum Glück".
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Neuer Beitragvon Mir2 » So Jan 24, 2010 14:45

Ich glaube auch, dass es hierzulande leichter ist bei entsprechenden Firmen, Institutionen oder was auch immer den von dir genannten Interessengruppen entspricht, betteln zu gehen.
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Neuer Beitragvon holywood-tv » So Jan 24, 2010 15:23

Mir2 hat geschrieben:Ich glaube auch, dass es hierzulande leichter ist bei entsprechenden Firmen, Institutionen oder was auch immer den von dir genannten Interessengruppen entspricht, betteln zu gehen.


Ich möchte dazu mal ein wenig konkreter werden:


Der Spielfilm, welche ich gedenke so zu finanzieren hat den Arbeitstitel „Warum Haschisch verboten ist,…“ und setzt sich insbesondere mit der Problematik der Cannabis-Prohibition auseinander. Genauer es wird ein Thriller, der in diese Thematik ganz neue Aspekte für die Cannabis-Prohibition einbringt.


Ich persönlich bin in der Legalize it Scene schon seit Anfang der 90er Jahre als Networker aktiv, was bedeutet, sowohl über unzählige Kontakte zu Legalize it Organisationen, als auch über unzählige Kontakte zu Firmen wie Grow- und Headshops zu verfügen.


In einem Zeitraum von einem Monat, so schätze ich, kann ich international mehr als 1.000.000 Leute, davon über 20.000 Organisationen bzw. Firmen, mit meiner Idee der Filmfinanzierung erreichen und wie es einige hier auch nennen – betteln gehen.


Ich möchte aber diejenigen, die ich „angebettelt“ habe auch an einem potentiellen Gewinn beteiligen, weshalb ich diese Idee der Filmfinanzierung versuche zu realisieren.


Was Filmförderung anbetrifft, so möchte ich dieses Model der Filmfinanzierung nicht beanspruchen.


Von diesen (teilweise) staatlichen Institutionen lasse ich die Finger. Im Gegenteil, die erste Einblendung bei meinem Film soll vom Sinn z.B. folgende sein: „Dieser Film wurde OHNE Filmförderung realisiert!“


Ich habe meine Erfahrungen mit diesen Heinis gemacht und das soll meine Antwort darauf sein. Ich habe keinen Bock auf die! Ich werde keine Energie dahingehend verwenden offizielle Filmförderung zu beantragen.
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Neuer Beitragvon flucht » So Jan 24, 2010 15:39

holywood-tv hat geschrieben:
Mir2 hat geschrieben:Ich glaube auch, dass es hierzulande leichter ist bei entsprechenden Firmen, Institutionen oder was auch immer den von dir genannten Interessengruppen entspricht, betteln zu gehen.


Ich möchte dazu mal ein wenig konkreter werden:



Ich persönlich bin in der Legalize it Scene schon seit Anfang der 90er Jahre als Networker aktiv, was bedeutet, sowohl über unzählige Kontakte zu Legalize it Organisationen.


deswegen hoffe ich dass du keinen erfolg haben wirst.

holywood-tv hat geschrieben: In einem Zeitraum von einem Monat, so schätze ich, kann ich international mehr als 1.000.000 Leute, davon über 20.000 Organisationen bzw. Firmen, mit meiner Idee der Filmfinanzierung erreichen.
Ich möchte aber diejenigen, die ich „angebettelt“ habe auch an einem potentiellen Gewinn beteiligen, weshalb ich diese Idee der Filmfinanzierung versuche zu realisieren.


lol, bei so vielen produzenten bekommt jeder maxmimal 1€ gewinnbeteiligung. bringt keinem was, also behalt doch den gewinn für dich.


holywood-tv hat geschrieben:
Von diesen (teilweise) staatlichen Institutionen lasse ich die Finger. Im Gegenteil, die erste Einblendung bei meinem Film soll vom Sinn z.B. folgende sein: „Dieser Film wurde OHNE Filmförderung realisiert!“


das wiederum macht dich sehr sympathisch, diese einstellung gefällt mir.
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Neuer Beitragvon holywood-tv » So Jan 24, 2010 17:23

flucht hat geschrieben:[deswegen hoffe ich dass du keinen erfolg haben wirst.


Das Thema Cannabis-Prohibition hat viel, viel mehr zu bieten als nur die Legalisierung von Haschisch und Marijuana als Genussmittel,... (denn ich denke darauf bezieht Deine Hoffnung, dass ich keinen Erfolg haben soll,...)

Aber auf jeden Fall gibt es eine sehr große Bewegung, die das Potential der von mir vorgeschlagenen Filmfinanzierung erst einmal bietet. (Ich würde diese Bewegung auch als Underground-Bewegung bezeichnen)

Und ich sehe es als eine Möglichkeit an die vielen, vielen Splittergruppen über das Projekt eines Spielfilmes zusammen zu führen.
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Neuer Beitragvon Mir2 » So Jan 24, 2010 18:04

Aber du hast keine finanzstarke Lobby hinter dir.
Meinst du wirklich, dass die Legalize-it-Szene ausreichend Mittel mitbringt?
Seien wir doch mal ganz ehrlich, vielleicht nicht alle, aber die meisten Mitglieder dieser Szene sind Kiffer.
Und die würden die fünfzig Euro lieber verrauchen als in einen Film investieren.
Oder sie hätten keinen Bock auf den Stress.
Ich hatte komischerweise gerade heute über einen möglichen Plot nachgedacht, der in eine ähnliche Ecke abzielt, als ich in einem Forum gelesen hatte, dass Westerwelle plant, die Taliban quasi mittels finanzieller Anreize zu "resozialisieren".
Daher war meine Idee folgende:
In Afghanistan kann man nicht viel anbauen, Mohn und Cannabis sind am besten dazu geeignet unter den harten Bedingungen dort zu wachsen.
Da Cannabis u.a. auch ein wertvoller Rohstoff ist, so mein Gedanke, könnten einige Regierungen Weserwelles (im Plot natürlich ein frei erfundener Politiker) Vorschlag aufgreifen und Cannabisanbau fördern wollen. Natürlich THC-arme Sorten insbesondere für die Kleidungsindustrie. Damit die Einheimischen wieder eine Einnahmequelle und somit Sicherheit haben, was den Extremisten ihre Grundlage entzieht. Der Frieden in Afghanistan hätte eine Chance. Der Film könnte somit Peace Maker heißen. 8)
Dann kommt aber die Baumwollindustrie ins Spiel und es kommt zu einer Bestechung (Parallelen zur Hotellobby- bzw. der Mövenpick-Affäre sind selbstverständlich nur zufällig :wink: ). Irgendwie sollten die Amerikaner noch eine Rolle spielen, und ab dieser Stelle wurde es kompliziert. Tja und dann kam ich nicht mehr weiter und ich hatte nach ein paar Minuten keine Lust mehr. Das Thema interessiert mich einfach nicht. Außerdem kam mir der Plot zu unrealistisch vor, auch wenn solch unglaubliche Dinge an der Tagesordnung sind, im Film wirkt so etwas immer unrealistisch, komischerweise.
Wenn man dann davon in der Zeitung liest, denkt man nur, ich wusste es doch, in einem Film würde man denken, was für eine unrealistische Scheiße.
Naja, zudem bin ich kein Freund von Drogen. Selbst die leichten Drogen wie Alkohol und Cannabisprodukte betrachte ich immer mit einer gewissen Skepsis. Daher war die Motivation das ganze zu Ende zu denken eher gering. Wobei ich die Doppelmoral, die dahinter steckt gut verstehen kann, aber man darf die langfristigen Folgen von THC nicht unterschätzen.
Gerade fällt mir ein neuer Plot ein. Ein Filmemacher versucht einen Film mit o.g. Plot zu realisieren, begibt sich auf Bettelreise (anders kann man das leider nicht nennen) und wird von der Baumwollindustrie dafür gejagt. :lol:
Hey, wenn man das ganze noch in Art und Weise eines Dokumentarfilms macht, könnte das richtig witzig werden. Darauf trinke ich gleich ein Bier. :wink:

EDIT: Die Dealer würden natürlich auch eine große Rolle spielen, da die am wenigsten an einer Legalisierung interessiert sind.
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Neuer Beitragvon jonni » So Jan 24, 2010 18:57

Mir2 hat geschrieben:...

Klar, und die Warlords in Afghanistan drehen dabei Däumchen, oder wie? :wink:
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Neuer Beitragvon Mir2 » So Jan 24, 2010 19:00

Ne, die rauchen sich einen und hängen nur noch in der Bergen ab. Und veranstalten, weil bekifft kämpfen zu viel Stress bedeutet, nur noch Sit-ins.
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Neuer Beitragvon jonni » So Jan 24, 2010 19:26

Mir2 hat geschrieben:Ne, die rauchen sich einen und hängen nur noch in der Bergen ab. Und veranstalten, weil bekifft kämpfen zu viel Stress bedeutet, nur noch Sit-ins.

Ah so. Warum findest du, deine Idee wirkt in Szene gesetzt lächerlich? :wink:
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Neuer Beitragvon Mir2 » So Jan 24, 2010 19:41

Ich befürchte, dass ein Konvoi amerikanischer Soldaten, der sich von einem Sitzstreik bekiffter Einheimischer aufhalten lässt, irgendwie unrealistisch wirken könnte.
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Neuer Beitragvon jonni » So Jan 24, 2010 20:00

Mir2 hat geschrieben:Ich befürchte, dass ein Konvoi amerikanischer Soldaten, der sich von einem Sitzstreik bekiffter Einheimischer aufhalten lässt, irgendwie unrealistisch wirken könnte.

Kommt aufs Genre an.
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Neuer Beitragvon Mir2 » So Jan 24, 2010 20:18

Stimmt, bei Monty Python könnte es funktionieren.

EDIT: Denen würde ich auch 50 Euro geben für die Verfilmung.
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Neuer Beitragvon holywood-tv » So Jan 24, 2010 22:47

Mir2 hat geschrieben:Aber du hast keine finanzstarke Lobby hinter dir.
Meinst du wirklich, dass die Legalize-it-Szene ausreichend Mittel mitbringt?
Seien wir doch mal ganz ehrlich, vielleicht nicht alle, aber die meisten Mitglieder dieser Szene sind Kiffer.
Und die würden die fünfzig Euro lieber verrauchen als in einen Film investieren.
Oder sie hätten keinen Bock auf den Stress.


Kiffer zu sein heißt ja noch lange nicht mittellos zu sein. Mindestens 80 % der Konsumenten (abgehen von jenen, welche noch die Schulbank drücken), gehen einer geregelten Tätigkeit nach und verdienen ihr eigenes Geld. Es gibt dabei nicht wenige, die sehr gut verdienen.

Vielmehr wird es die Angst sein, sich als Kiffer zu outen, da Cannabis in unserer Gesellschaft (nicht in Kalifornien, wo inzwischen nach allen reprsentativen Umfragen über 55 % der Bevölkerung für eine Legalisierung sind) noch immer überwiegend negativ behaftet ist.

In Deutschland ist die Lobby für Hanf sicherlich bescheiden. Es gibt hier nur den Deutschen Hanf Verband (DHV) sowie die rund 1000 Head- und Growshops.

In Holland, wo die Coffeeshops immer mehr auf Druck der EU mit dem Rücken an der Wand stehen bzw. in den USA wo Legalize it Organisationen über Millionenbudgets verfügen sieht die Sache aber inzwischen anders aus.

Mir2 hat geschrieben: Ich hatte komischerweise gerade heute über einen möglichen Plot nachgedacht, der in eine ähnliche Ecke abzielt, als ich in einem Forum gelesen hatte, dass Westerwelle plant, die Taliban quasi mittels finanzieller Anreize zu "resozialisieren".
Daher war meine Idee folgende:
In Afghanistan kann man nicht viel anbauen, Mohn und Cannabis sind am besten dazu geeignet unter den harten Bedingungen dort zu wachsen.
Da Cannabis u.a. auch ein wertvoller Rohstoff ist, so mein Gedanke, könnten einige Regierungen Weserwelles (im Plot natürlich ein frei erfundener Politiker) Vorschlag aufgreifen und Cannabisanbau fördern wollen. Natürlich THC-arme Sorten insbesondere für die Kleidungsindustrie. Damit die Einheimischen wieder eine Einnahmequelle und somit Sicherheit haben, was den Extremisten ihre Grundlage entzieht. Der Frieden in Afghanistan hätte eine Chance. Der Film könnte somit Peace Maker heißen. 8)


Das würde schon alleine aus geographischen Gründen nicht funktionieren, außer man würde den Bauern dort jedes Jahr neues Saatgut geben. Die THC-Werte von Hanf stehen nämlich im Zusammenhang mit der geographischen Höhe über dem Meeresspiegel.Wird eine THC-arme Hanfsorte im afghanischen Hochland kultiviert, so wird sich der THC-Wert innerhalb von 7 Generationen auf natürliche Art und Weise so weit steigern, als dass man wieder Haschisch daraus machen kann. Zudem ist dort der wilde Hanf soweit verbreitet, als dass THC-arme Sorten für Kleidung dort durch Pollenflug auch nicht THC-arm bleiben.

Mir2 hat geschrieben: Naja, zudem bin ich kein Freund von Drogen. Selbst die leichten Drogen wie Alkohol und Cannabisprodukte betrachte ich immer mit einer gewissen Skepsis. Daher war die Motivation das ganze zu Ende zu denken eher gering. Wobei ich die Doppelmoral, die dahinter steckt gut verstehen kann, aber man darf die langfristigen Folgen von THC nicht unterschätzen.



Ich bin ebenfalls kein Freund von Drogen. Ich finde es in unserer Gesellschaft sehr schlimm, dass wir schon unseren Kleinkindern Drogen, wie etwa Kakao, geben.

Der Zugang zu den heutigen legalen Drogen, wie Tabak, Alkohol, Tee, Kaffee,... ist im meinen Augen gerade für Jugendliche viel zu einfach. Selbst wenn Verkäufer an der Kasse nach einem Ausweis fragen, besteht immer noch die Möglichkeit Schnapps oder Ziegaretten einfach zu klauen,...

Es MUSS eine Kontrolle im Bereich des Jugendschutzes geben, die eben frei von der heutigen Doppelmoral ist. Es MUSS ebenso eine vernünftige Prävention geben. Ich behaupte nicht, dass Cannabis frei von Gefahren ist und ich verharmlose diese Gefaren auch nicht. Ganz im Gegenteil!!!

Aber ich bin der Meinung, das erwachsene Bürger für sich selbst entscheiden können, ob sie z.B. lieber Alkohol trinken oder Cannabis rauchen. Es geht dabei um die Bevormundung des Staates auf der einen Seite und die Freiheit des Einzelnen auf der andern Seite.


EDIT: Es gibt natürlich dazu auch eine Fortsetztung, wobei ich gerade an dem Drehbuch arbeite (Treatment existiert schon). Es ist eine Zukunftsgeschichte, die 2067 endet und zeigt, wie sich die Welt bis dahin positiv entwickelt. Sie fängt damit an, dass mein Protagonist die Hanfpartei mitgründet und 2009 zum saarländischen Ministerpräsidenten wird.
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Neuer Beitragvon j1clark » Di Jan 26, 2010 22:48

holywood-tv hat geschrieben:Der Spielfilm, welche ich gedenke so zu finanzieren hat den Arbeitstitel „Warum Haschisch verboten ist,…“ und setzt sich insbesondere mit der Problematik der Cannabis-Prohibition auseinander. Genauer es wird ein Thriller, der in diese Thematik ganz neue Aspekte für die Cannabis-Prohibition einbringt.


Hier in den USA gibt es ein Magazin, das "High Times" heisst... seit langem hat dieses Magazin, mit anderen Gruppen, gekampft, für Hanf Konsum legaliziert zu werden.

Der Drogenkrieg droht hier weiter... nur ein paar kleine Spalten in der Gesetzenmauer, unter medizinischen Mittel, kommen.

Ich sollte denn empfehlen... eine GmbH oder Aktiengesellschaft zu machen, die 'Alice B. Toklas Leckere Süssigkeiten' heisst. Verkaufen Kekse und andere leckere Stücke, natürlich nur mit tadellosen Stoff..., um eine Summe zu sammeln, die den Film fördert.

Wie sagt man auf Deutsch, 'Non Profit Corporation'? Und wenn man das versteht, gibt es so einen Begriff in Deutsche Steuer- oder Bösen- gesetzen?
Zuletzt geändert von j1clark am Mi Jan 27, 2010 0:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Neuer Beitragvon j1clark » Di Jan 26, 2010 23:15

Mir2 hat geschrieben:Ich befürchte, dass ein Konvoi amerikanischer Soldaten, der sich von einem Sitzstreik bekiffter Einheimischer aufhalten lässt, irgendwie unrealistisch wirken könnte.


Als ich jung war, gab es Krieg in Südöst Asien... Vietnam... und für alle die amerikanischen Soldaten, die in Vietnam, oder Pat Pong in Bankok, Marijuana, Haschisch, oder Opium rauchten, als sie heim kam, tatsächlich am meisten namen sie eine 'konservative' Ansicht, und haben alle diese verdammten weltweiten 'Polizi Einsätze' unterstützt...
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Neuer Beitragvon holywood-tv » Mi Jan 27, 2010 9:35

j1clark hat geschrieben:Hier in den USA gibt es ein Magazin, das "High Times" heisst... seit langem hat dieses Magazin, mit anderen Gruppen, gekampft, für Hanf Konsum legaliziert zu werden.



Die High Times kenne ich sehr gut. Ebenso den Herausgeber Steven Hager. Ich habe 1994 den High Times Cup in Amsterdam mit organisiert. Ich war damals für den C.I.A. (Cannabis in Amsterdam - Hollands first Hempstore) tätig. Die Redaktion in der Park Avenue in New York habe ich auch schon 2 mal besucht.

Die High Times ist auch definitiv das älteste Cannabis-Magazin. Gibt es schon über 30 Jahre lang jeden Monat. Inzwischen 410 Ausgaben.

Es gibt aber noch viele weitere Fachzeitschrifeten zum Thema. Z.B. NugMag (USA), Treating Yourself (Canada), Hemp Times (USA), HempWorld (USA), CANAMO (Spanien), Mundo High (Spanien), KANNABISTREET (Griechenland), HIGHLIFE (Holland), Hanfblatt (D), grow! (D), Hanfjournal (D), THCene (D), Les échos du Chanvre (F), DICE (Japan), Cannabis Culture (Canada)

j1clark hat geschrieben:Der Drogenkrieg droht hier weiter... nur ein paar kleine Spalten in der Gesetzenmauer, unter medizinischen Mittel, kommen.


Wenn man sich Kalifornien so anschaut, so ist Cannabis dort faktisch schon so gut wie legal. An Venice Beach gibt es an jeder Ecke "Cannabis Social Clubs" und Ärzte, die Cannabis als Medizin verschreiben. Für ein Rezept reicht z.B. der Grund Nikotinsucht oder Einschlafstörungen.
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Neuer Beitragvon holywood-tv » Mi Jan 27, 2010 10:10

j1clark hat geschrieben:Als ich jung war, gab es Krieg in Südöst Asien... Vietnam... und für alle die amerikanischen Soldaten, die in Vietnam, oder Pat Pong in Bankok, Marijuana, Haschisch, oder Opium rauchten, als sie heim kam, tatsächlich am meisten namen sie eine 'konservative' Ansicht, und haben alle diese verdammten weltweiten 'Polizi Einsätze' unterstützt...


Der Krieg in Südost Asien, sei es nun der 2. Weltkrieg zwischen Japan und den USA oder die Kriege in Vietnam oder Laos, beide spielen in meinem Drehbuch mit dem Arbeitstitel "Warum Haschisch verboten ist,..." eine große Rolle:

Mein Protagonist findet heraus, dass der Kopierschutz für den aus Hanfpflanzen hergestellten US-Dollar in diektem Zusammenhang mit den unterschiedlichen Wuchsorten der Pflanzen steht.

Das Banknotenpapier ist unterschiedlich, sollten die Hanfpflanzen dafür z.B. in den Rocky Mountains oder in tropischem Klima hergestellt werden.

So lokalisiert mein Protagonist den Wuchsort für das Banknotenpapier des Dollars auf den Philippinen. Japan schnitt die USA von der Dollarnotenproduktion ab, so dass dort weder Rohstoffe noch Löhne bezahlt werden konnten. Folge Hiroschima und Nagasaki.

Das Wissen indessen über die Geheimnisse der Dollarnotenproduktion kam durch die Indische Bankerfamilie Ameen bzw. durch James Doyle über Korea nach Vietnam und Laos, weshalb dort Krieg geführt wurde.

Als dann die heute im Marujuanaanbau üblichen Natrium Hochdrucklampen erfunden wurden endete der Vietnamkrieg, da die Pflanzen für den US-Dollar von nun an mit Kunstlicht hergestellt werden konnten.

Das ist - egal ob erfunden oder wahrheit - der bisher noch nie an die Öffentlichkeit gelange Grund für das unsinnige Hanfverbot, wie es mein Drehbuch suggestiert.

Natürlich habe ich gründlichst recherchiert. Unter anderem erklärt es auch die vielen Freimaurersymbole auf der ein-Dollar-Note,...

Ich weiß, dass mein Stoff so gut ist und sich hervorragend für einen Thriller, wie ich ihn geschrieben habe, eignet. Und eben weil der Stoff so gut und einzigartig ist, werde ich auch meine Co-Produzenten finden.

Ob das nun letztendlich 2 oder 3 Geldgeber werden, die jeder für sich einen hohen Betrag investiern, oder ob es viele tausend Kleininvestoren werden , die alle nur ein paar Euro mit beisteuern, das ist mir letztendlich egal. Fakt ist - ich werde diesen Film verwirklichen!!!
holywood-tv
 
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