hi leute,
bin schon ewig mitglied hier und lese ab und an ein wenig im forum herum. jetzt habe ich aber eine frage, da es so langsam ein wenig ernster in meinem leben zugeht und ich einfach auf eure hilfe hoffe.
ich bin im mom praktikant bei einer fernsehanstalt in dortmund. das praktikum habe ich im rahmen eines einjährigen, gelenkten praktikums gemacht, damit ich, nach einer ehrenrunde und einem verhunzten 2. versuch, mindestens ein fachabi (gestaltung)in der hand hab'.
nun sind es nicht mehr viele monate bis zum ende des praktikums (ende april bin ich fertig) und ich stehe wieder vor dem nichts.
vor dem nichts, weil ich gerade erstmal 22 jahre alt bin, und, nach fast einem jahr als prakti beim fernsehen (mediengestalter bild/ton), ganz sicher weiß, dass ich NICHT für's fernsehen arbeiten will. durch den ganzen stress in der schule und anschließendem zivi und praktikum habe ich so gut wie nichts für meinen traum, beim film zu landen, getan.
da ich aber in meiner freizeit viel und unglaublich gerne fotografiere, an sich auch ein besonderes faible für gute filme habe und gerne und gut geschichten erzähle/schreibe, und und und..., will ich um jeden preis zum film. ob als kameramensch oder regisseur, es ist mir erstmal egal, der weg dahin ist sehr steinig und schwer, aber ich habe keine angst davor, dass es nicht klappen kann, oder mir die hände schmutzig zu machen: ich bin in einer nicht besonders wohlhabenden familie groß geworden und musste oft für alles, was ich brauchte, arbeiten.
und genau hier liegt mein problem: was nun? ich habe keine reichen eltern, die mir ein finanzielles netz über den boden spannen können. ich habe keine nennenswerte referenz außer meiner arbeit als mediengestalter in bild/ton beim fernsehen, die ich zwar äußerst gut bewältigt habe (sehr viele positive resonanzen seitens technik und redaktion; erster und bis jetzt einziger prakti, der den studioton in der sendung abwickelt; hervorragender tonassi bei EB-drehs, sowohl in planungsstücken, als auch aktuell/reportagen). ich habe kein besonderes equipment, was ich für bewerbungen nutzen könnte, aber viele ideen, drehbücher (zumindest laienhafte), storyboards und planungskonzepte, und, vor allem, ein gutes auge für ein schönes bild und ein gutes ohr für einen guten ton. das größte problem aber weiterhin: ich habe kein geld.
ich lebe auch so schon extrem sparsam, lebe in einer wg, mache nie wirklich urlaub, komme einfach so gut wie nie aus meiner stadt raus und könnte nicht ohne weiteres so mirnichtdirnichts herumreisen und auf mein glück hoffen. ich habe einfach keinen plan, wie es weitergehen soll.
ich könnte:
1.: auf gut glück in eine stadt ziehen, in der die medienlandschaft interessanter ist (berlin/hamburg/köln usw.), und jobben, um meinen lebensunterhalt zu bestreiten, aber auch viele praktika auf filmsets machen, um so kontakte zu knüpfen, mich zu bewähren, und auf den großen coup zu hoffen. aber wie finanziere ich mir den "luxus", ab und an monatelange praktika auf filmsets zu machen, wofür ich weder geld noch unterkunft/verpflegung bekomme?
2.: in irgendeiner stadt irgendeinen ausbildungsplatz als mediengestalter in bild/ton annehmen und in meiner "freizeit" (urlaub/wochenenden) das equipment ausleihen um bewerbungsfilme für filmhochschulen zu basteln.
3.: in irgendeiner stadt irgendeinen studiengang belegen, der im weitesten sinne mit meiner zukünftigen arbeit zu tun hat (medientechnik / theaterwissenschaften / medienwissenschaften usw.) und darauf hoffen, darüber zum film zu kommen
4.: alles vergessen und einfach irgendeinen job machen, und weiter träumen
was würdet ihr mir empfehlen? wie soll es weitergehen? welche finanziellen hilfen kann ich in anspruch nehmen (arbeitsamt / bafög / stiftungen)? soll ich einfach ins kalte wasser springen und alles darauf setzen, zum film zu kommen, auch wenn ich dabei riskiere, am ende vor dem nichts zu stehen?
ich hoffe auf eure konstruktiven anstöße...
lg,
navy*d
