Erläuterungen in der Prämisse

Alles rund ums Drehbuch schreiben und die richtige Dramaturgie für Film & TV

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Erläuterungen in der Prämisse

Neuer Beitragvon runningchild » Mo Jan 25, 2010 23:41

Hi.

Ich bin gerade dabei eine Prämisse (1-5 Sätze, die die Geschichte zusammenfassen) für eine geplante Serie zu schreiben.

In der Serie geht es um jemanden, der bei einer tatsächlich existenten staatlichen Einrichtung arbeitet. Der Unterschied zwischen der eigentlichen Arbeit dieser Einrichtung und dem was die Hauptfigur macht, stellt einen wichtigen Teil der Problemstellung der Serie aus.

Mein Problem: Obwohl diese Einrichtung an sich nicht uninteressante Dinge macht, kennen höchstwahrscheinlich nur sehr wenige Menschen den Namen der Einrichtung und deren tatsächliche genaue Aufgabe.
Diese Aufgabe zu erklären würde mindestens einen Satz der 5 Sätze einnehmen, die ich aber eigentlich alle für die Darstellung der Hauptcharaktere und der Haupthandlung benötige.

Nun die Frage: Ist es akzeptabel den Namen der Einrichtung einfach als gegeben in der Prämisse zu benutzen und die Behörde beispielsweise als Fußnote mit * in einem oder zwei Sätze für die Leute (ein paar Redakteure der Fernsehsender) zu erklären, die sie nicht kennen (als gebildete Leute aber eigentlich kennen sollten)?

Danke für eure Meinungen.

Robert
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Neuer Beitragvon Elshalom » Di Jan 26, 2010 21:31

dann schreib doch einmal, wie diese geheimnisvolle behörde heißt. vielleicht sind ja einige von uns wirklich so gebildet, dass wir beurteilen können, ob weitere erklärungen notwendig sind. ;)
Zuletzt geändert von Elshalom am Sa Jan 30, 2010 7:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Neuer Beitragvon TheChaperone » Mi Jan 27, 2010 11:57

Hab ich gestern auch gedacht, wollte es aber nicht schreiben.
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Re: Erläuterungen in der Prämisse

Neuer Beitragvon Snaporaz » Mi Jan 27, 2010 13:49

runningchild hat geschrieben: eine Prämisse (1-5 Sätze, die die Geschichte zusammenfassen)


Du hast offensichtlich nicht den Hauch einer Ahnung, was eine Prämisse ist.
Dann aber andere Leute ungebildet nennen.
Wer im Glashaus sitzt...

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Neuer Beitragvon Tobias » Mi Jan 27, 2010 14:55

Erläuterungen in der Synopse

In wenigen Sätzen die Geschichte für das Gegenüber interessant machen.


Mal so ein "aus dem Ärmel geschütteltes" Beispiel:

Herr K. arbeitet im Finanzamt. Er hat festgestellt, wenn er wohlwollend formuliert, zahlen die Leute eher.
Doch seit einiger Zeit fällt ihm auf, dass seine Briefe böse Antworten nach sich ziehen und auch teilweise
gefolgt von Selbstmorden der betreffenden Personen wie er nach und nach feststellt. Warum?

Er macht sich auf die Suche und entdeckt Erschreckendes ... was auch sein Leben massiv bedroht ...


In dem Beispiel ist das Amt und die Tätigkeit der Figur beschrieben - und das etwas geschieht ... er sich auf die Suche macht.

Wenn es also dein Amt gibt, nenne es beim Namen.
Du musst auch nicht die Aufgabe(n) dieser Einrichtung auflisten, sondern die Tätigkeit deiner Figur. Und da diese bei der Einrichtung arbeitet, hat sie (die Figur) ja ein Aufgabengebiet - ob sie dieses ausfüllt oder was anderes macht.

Homer Simpson arbeitet in einem Kernkraftwerk ... und geistig wie körperlich ist er Galaxien davon entfernt eben diese Arbeit auszufüllen - allerdings auch ebenso weit von einer Amöbe ...

Ansonsten stimme ich dem Kollegen Snaporaz voll und ganz zu!
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Re: Erläuterungen in der Prämisse

Neuer Beitragvon jonni » Mi Jan 27, 2010 16:48

Wikipedia.de hat geschrieben:Die Prämisse (v. lat.: praemissum = das Vorausgeschickte) fasst in knapper Form die Verwandlung zusammen, die eine Romanfigur im Laufe der Handlung durchmacht. Sie enthält Ausgangspunkt, Konflikt und Lösung der Figur in einem kurzen Satz.

[...]in einem kurzen Satz. Es geht weniger um die Zusammenfassung der Handlung, als um die Nennung der wichtigen Eckpunkte: Ausgangspunkt, Konflikt und Lösung. Wenn die Einrichtung an sich uninteressant ist - was hat sie dann in der Prämisse verloren? Ist es wichtig zu wissen, was diese Einrichtung macht? Reicht es nicht, wenn man diese Informationen im Pilot erhält? Nicht zuletzt hast du noch keinen richtigen Plan von deiner Serie, wenn es dir so schwer fällt eine einfach Prämisse zu konstruieren.
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Neuer Beitragvon Tobias » Mi Jan 27, 2010 16:54

Hi Jonni

Dieses Beispiel gehört dann dazu:
>Aus „Alle Menschen sind sterblich“ und „Sokrates ist ein Mensch“ folgt „Sokrates ist sterblich“. Die beiden erstgenannten Aussagen sind dabei die Prämissen, die letztgenannte Aussage ist die Konklusion oder Schlussfolgerung.<

Deswegen nehme ich an, er meint die Synopsis; in wenigen Sätzen die Geschichte zusammen fassen und interessant zu machen.

Nicht umsonst schreibt er ja >>(1-5 Sätze, die die Geschichte zusammenfassen)<< gleich Synopse, nicht Prämisse.

gruß
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Neuer Beitragvon jonni » Mi Jan 27, 2010 17:19

Tobias hat geschrieben:Hi Jonni

Dieses Beispiel gehört dann dazu:
>Aus „Alle Menschen sind sterblich“ und „Sokrates ist ein Mensch“ folgt „Sokrates ist sterblich“. Die beiden erstgenannten Aussagen sind dabei die Prämissen, die letztgenannte Aussage ist die Konklusion oder Schlussfolgerung.<

Deswegen nehme ich an, er meint die Synopsis; in wenigen Sätzen die Geschichte zusammen fassen und interessant zu machen.

Nicht umsonst schreibt er ja >>(1-5 Sätze, die die Geschichte zusammenfassen)<< gleich Synopse, nicht Prämisse.

gruß

Ok, dann soll er sich besser ausdrücken. :wink: Der Rest meines Beitrags gilt nichtsdestotrotz.
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Neuer Beitragvon Tobias » Mi Jan 27, 2010 18:34

soll er sich besser ausdrücken.


das wollte ich auch noch schreiben. Kollege Snaporaz hat dies schon zum Ausdruck gebracht.

Gruß
Nur aufs Ziel zu sehen verdirbt die Lust am Reisen
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Neuer Beitragvon j1clark » Mi Jan 27, 2010 18:51

Tobias hat geschrieben:Hi Jonni

Dieses Beispiel gehört dann dazu:
>Aus „Alle Menschen sind sterblich“ und „Sokrates ist ein Mensch“ folgt „Sokrates ist sterblich“. Die beiden erstgenannten Aussagen sind dabei die Prämissen, die letztgenannte Aussage ist die Konklusion oder Schlussfolgerung.<

Deswegen nehme ich an, er meint die Synopsis; in wenigen Sätzen die Geschichte zusammen fassen und interessant zu machen.

Nicht umsonst schreibt er ja >>(1-5 Sätze, die die Geschichte zusammenfassen)<< gleich Synopse, nicht Prämisse.

gruß


Das Wort Prämisse als in Film benutzt, ist nicht gleich wie es in 'logik' benutzt.

Prämisse --- Man wird von Gott/Staat/Frau bedoht. Man/frau siegt über alle um Liebe... usw.

Logline -- Ein staatstreuer Stasi Mann, beaufträgt, ein Autors Leben zu überlauschen, kriegt Respekt für den Autor, und wird selbst einer der Staats zweifelnden.

Synopsis -- Mehre kurze Sätze vielleicht bis 5 oder so.
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Neuer Beitragvon jonni » Mi Jan 27, 2010 19:02

j1clark hat geschrieben:Das Wort Prämisse als in Film benutzt, ist nicht gleich wie es in 'logik' benutzt.

Prämisse --- Man wird von Gott/Staat/Frau bedoht. Man/frau siegt über alle um Liebe... usw.

Logline -- Ein staatstreuer Stasi Mann, beaufträgt, ein Autors Leben zu überlauschen, kriegt Respekt für den Autor, und wird selbst einer der Staats zweifelnden.

Synopsis -- Mehre kurze Sätze vielleicht bis 5 oder so.

Ich weiß was du meinst, habe auch zwei Einträge bei Wikipedia gefunden.

Logik: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4misse

und meine gepostete Version (genannt Erzähltheorie): http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4mi ... theorie%29
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Neuer Beitragvon j1clark » Mi Jan 27, 2010 19:19

jonni hat geschrieben:
j1clark hat geschrieben:Das Wort Prämisse als in Film benutzt, ist nicht gleich wie es in 'logik' benutzt.

Prämisse --- Man wird von Gott/Staat/Frau bedoht. Man/frau siegt über alle um Liebe... usw.

Logline -- Ein staatstreuer Stasi Mann, beaufträgt, ein Autors Leben zu überlauschen, kriegt Respekt für den Autor, und wird selbst einer der Staats zweifelnden.

Synopsis -- Mehre kurze Sätze vielleicht bis 5 oder so.

Ich weiß was du meinst, habe auch zwei Einträge bei Wikipedia gefunden.

Logik: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4misse

und meine gepostete Version (genannt Erzähltheorie): http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4mi ... theorie%29


Aus dem deutschen Wiki Artikel---
Eine Prämisse – manchmal auch als Synopsis bezeichnet – beschreibt den Kern der Filmidee in möglichst wenigen Sätzen, im Idealfall nur in einem.
---------------------------------------------

--------- aus dem englischen...
The premise of a film or screenplay is the fundamental concept that drives the plot.

Most premises can be expressed very simply, and many films can be identified simply from a short sentence describing the premise. For example: A lonely boy is befriended by an alien; A small town is terrorized by a shark; A small boy sees dead people.
------------------------------------
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Mi Jan 27, 2010 20:06

j1clark hat geschrieben:Eine Prämisse – manchmal auch als Synopsis bezeichnet


Völliger Schwachsinn.
Ich habe bereits mehrfach darauf verwiesen, dass Leute, die sich nach Wikipedia richten, sowieso verloren haben.

"Prämisse" als erzähötheoretische Idee ist klar definiert, das lässt sich alles bei Lajos Egri nachlesen, der den Begriff lange genug ausgewälzt hat. Was man davon hält ist eine andere Sache. Meines Erachtens sind Prämissen ein möglicher Bestandteil von Interpretationsansätzen, mit denen sich eher Literaturwissenschaftler beschäftigen sollten, als die Autoren selbst. Außerdem geht die Prämisse davon aus, dass Geschichten etwas "beweisen" müssen, was Egri 1946 formuliert hat und was heutzutage fast überholt zu sein scheint. Aber das ist Ansichtssache. Jeder nach seiner Facon.

Um die Größenordnung für die Arbeit am Film zu klären, sehen die Stationen folgendermaßen aus:

(Prämisse)-> Synopse -> Exposé -> Treatment -> (Step-Outline) -> Drehbuch

Die geklammterten Punkte sind nicht zwingend notwendig.

Gruß,

Snaporaz
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Neuer Beitragvon Sven Maier » Mi Jan 27, 2010 20:37

Ist die Prämisse dann so etwas wie die "Log Line"?
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Neuer Beitragvon jonni » Mi Jan 27, 2010 20:50

j1clark hat geschrieben:Aus dem deutschen Wiki Artikel---
Eine Prämisse – manchmal auch als Synopsis bezeichnet – beschreibt den Kern der Filmidee in möglichst wenigen Sätzen, im Idealfall nur in einem.

Wo steht im deutschen Artikel "manchmal auch als Synopsis bezeichnet", geschweige denn angedeutet?

Snaporaz hat geschrieben:Ich habe bereits mehrfach darauf verwiesen, dass Leute, die sich nach Wikipedia richten, sowieso verloren haben.

Blablabla. Von Lajos Egri ist in diesem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4misse_%28Erz%C3%A4hltheorie%29 ebenfalls die Rede. Wer dazu mal James N. Frey's "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" liest, wird folgende Theorie vorgestellt bekommen: Alle erfolgreichen Geschichten "beweisen" eine festgelegte Prämisse. Wenn man sich das Erzählen von Geschichten mal logisch vor Augen führt, ist an der Theorie durch aus was dran. Alleine schon aus dem Standpunkt heraus, weil man als Autor mit einer Prämisse immer weiß, wo es lang geht. Der rote Faden ist stets gegeben. Schwierig wird es bei mehrstufigen Geschichten mit vielen Nebenhandlungen und Nebenfiguren. Aber die Theorie bleibt dennoch.
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Mi Jan 27, 2010 21:08

jonni hat geschrieben:Blablabla. Von Lajos Egri ist in diesem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4misse_%28Erz%C3%A4hltheorie%29 ebenfalls die Rede.


Das ist mir ziemlich Schnuppe, ob davon dort die Rede ist. Ich hab das Buch vor fünf Jahren gelesen und finde es mittlerweile ziemlich dürftig. Gibt weitaus bessere Werke. Den lieben Herrn Frey kann man auch getrost in der Pfeife rauchen. Man darf Literaturwissenschaft nicht mir Literatur verwechseln.
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Neuer Beitragvon jonni » Mi Jan 27, 2010 21:15

Snaporaz hat geschrieben:Das ist mir ziemlich Schnuppe, ob davon dort die Rede ist. Ich hab das Buch vor fünf Jahren gelesen und finde es mittlerweile ziemlich dürftig. Gibt weitaus bessere Werke. Den lieben Herrn Frey kann man auch getrost in der Pfeife rauchen. Man darf Literaturwissenschaft nicht mir Literatur verwechseln.

Ist genau so ne gleiche Mülldiskussion wie jene um Field und McKee. Habe beides gelesen - nur weil McKee eloquenter schreibt, ist er besser? Grundsätzlich findet sich in beiden Büchern der selbe Schrott.
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Mi Jan 27, 2010 21:20

Ich glaube, du hast nicht richtig gelesen. Ich habe WEDER Egri NOCH Frey als eloquent bezeichnet.
Nur wenn man Begriffe benutzt, die ein bestimmter Autor "erfunden" hat, dann muss man sich auch an seine Definitionen halten. "Prämisse" gehört zu Egri wie "Postdrama" zu Hans-Thies Lehmann. Da kann man mich gerne mit "blablabla" oder Klugscheißer beschimpfen, in der wirklichen Welt wird man sich mit falsch definierten Begriffen keine Empfehlungen aussprechen.
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Neuer Beitragvon j1clark » Mi Jan 27, 2010 23:13

Snaporaz hat geschrieben: Meines Erachtens sind Prämissen ein möglicher Bestandteil von Interpretationsansätzen, mit denen sich eher Literaturwissenschaftler beschäftigen sollten, als die Autoren selbst.
...
Um die Größenordnung für die Arbeit am Film zu klären, sehen die Stationen folgendermaßen aus:

(Prämisse)-> Synopse -> Exposé -> Treatment -> (Step-Outline) -> Drehbuch

Die geklammterten Punkte sind nicht zwingend notwendig.

Gruß,

Snaporaz


Ich würde sagen, dass Produzenten 'Prämissen' benutzen, als sie dem Autor eine Richtung für zukünfigen Projekten zeigen wollen.

Autoren bzw reichen den Produzenten Synopse oder Exposees ein, dass heisst, genauere, aber ganz kurze, Beschreibung eines Filmprojekts.

Ich habe auch das Wort 'Theme' in englischen Foren gelesen...
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Neuer Beitragvon jonni » Mi Jan 27, 2010 23:23

Snaporaz hat geschrieben:Ich glaube, du hast nicht richtig gelesen. Ich habe WEDER Egri NOCH Frey als eloquent bezeichnet.
Nur wenn man Begriffe benutzt, die ein bestimmter Autor "erfunden" hat, dann muss man sich auch an seine Definitionen halten. "Prämisse" gehört zu Egri wie "Postdrama" zu Hans-Thies Lehmann. Da kann man mich gerne mit "blablabla" oder Klugscheißer beschimpfen, in der wirklichen Welt wird man sich mit falsch definierten Begriffen keine Empfehlungen aussprechen.

Wo habe ich nun behauptet du würdest Egri oder Frey als eloquente Autoren bezeichnen? Nur ist die Diskussion, welcher Autor nun wissenschaftlich genug referiert und welcher nicht - totale Humbuk, wenn der Inhalt immer der gleiche ist, nur durch etliche Fachthermini aufgebauscht wird. Der Begriff "Prämisse" wird nicht richtiger, wenn ich ihn aus Egris Werk zitiere oder aus der Wikipedia - wenn er denn richtig ist.
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Neuer Beitragvon j1clark » Mi Jan 27, 2010 23:24

jonni hat geschrieben:Ist genau so ne gleiche Mülldiskussion wie jene um Field und McKee. Habe beides gelesen - nur weil McKee eloquenter schreibt, ist er besser? Grundsätzlich findet sich in beiden Büchern der selbe Schrott.


Ich habe das gleiche Gefühl für Field und McKee als für 'monday morning quarterbacks'...(weiss nicht richtige Deutsch für das...)

Man könnte immer eine Struktur, ein 'Warum', für jede Ereignis... post facto... erklären...

Es macht der Leser nichts, dass so was auf Seite XX passiert... der Arbeit des Autors ist, dass der Leser nicht nur Seite XX liest, auch liest weiter bis das Ende...
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Mi Jan 27, 2010 23:34

j1clark hat geschrieben:Ich habe auch das Wort 'Theme' in englischen Foren gelesen...


Thema (wahlweise auch "Kern", "Grundstein" oder "Ziel" usw.) kommt der Prämisse schon nahe, ist aber nicht das gleiche.

Beispiel:

Thema: Einsamkeit

Prämisse: Einsamkeit führt zum Suizid.

Synopse: Peter blamiert sich auf einer Party vor all seinen Freunden, woraufhin diese ihm den Rücken zukehren. Zeitgleich verliert er seinen Job bei einem Anhängerverleih. Weil er keinen Sinn mehr im Leben sieht, springt er von der Brücke.
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Mi Jan 27, 2010 23:37

jonni hat geschrieben:
Snaporaz hat geschrieben:Der Begriff "Prämisse" wird nicht richtiger, wenn ich ihn aus Egris Werk zitiere oder aus der Wikipedia - wenn er denn richtig ist.


Und da liegt der Punkt. Im Wikipedia Artikel zu "Treatment" steht:

"Eine Prämisse – manchmal auch als Synopsis bezeichnet – beschreibt den Kern der Filmidee in möglichst wenigen Sätzen"

Dies ist das Zitat, das auch j1clark gefunden hat.
Und diese Behauptung ist schlichtweg falsch.
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Neuer Beitragvon jonni » Mi Jan 27, 2010 23:42

Snaporaz hat geschrieben:Und da liegt der Punkt. Im Wikipedia Artikel zu "Treatment" steht:

"Eine Prämisse – manchmal auch als Synopsis bezeichnet – beschreibt den Kern der Filmidee in möglichst wenigen Sätzen"

Dies ist das Zitat, das auch j1clark gefunden hat.
Und diese Behauptung ist schlichtweg falsch.

Man, und ich poste dir nun zum 3. Mal den richtigen Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4misse_%28Erz%C3%A4hltheorie%29

Da meinst du noch ich würde nicht richtig lesen.
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Mi Jan 27, 2010 23:51

Ich kenne den Link, den du postest.
Ich habe nur deine Frage:

"Wo steht im deutschen Artikel "manchmal auch als Synopsis bezeichnet", geschweige denn angedeutet? "

beantwortet.
Bitte. Gern geschehen.
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Neuer Beitragvon jonni » Do Jan 28, 2010 0:01

Snaporaz hat geschrieben:Ich kenne den Link, den du postest.
Ich habe nur deine Frage:

"Wo steht im deutschen Artikel "manchmal auch als Synopsis bezeichnet", geschweige denn angedeutet? "

beantwortet.
Bitte. Gern geschehen.

Na unter Treatment. Klasse. Wo stehts im von mir geposteten Link? Denn unter dem Vorwand hab ich ihn doch gepostet. Was sonst irgendwo steht, will ich gar nicht wissen. Ist auch völlig egal. Man sucht doch bei Wikipedia nicht mit Treatment nach dem Eintrag über Prämisse.
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Do Jan 28, 2010 0:03

jonni hat geschrieben:Wo steht im deutschen Artikel "manchmal auch als Synopsis bezeichnet", geschweige denn angedeutet?


jonni hat geschrieben: Was sonst irgendwo steht, will ich gar nicht wissen.
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Neuer Beitragvon jonni » Do Jan 28, 2010 0:32

Snaporaz hat geschrieben:
jonni hat geschrieben:Wo steht im deutschen Artikel "manchmal auch als Synopsis bezeichnet", geschweige denn angedeutet?


jonni hat geschrieben: Was sonst irgendwo steht, will ich gar nicht wissen.

:roll: Na komm, weißt was ich meine Dicker.
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Neuer Beitragvon huckepack » Do Jan 28, 2010 10:55

Eine Prämisse beschreibt die Grundannahme der Geschichten

Zeitreisen sind möglich / Menschen, die bei Vollmond sterben, werden zu Zombies. / Die Realität ist nur eine Matrix, die Menschen werden von Maschinen als Energiequelle benutzt / Jeder von und hat in einen genetischen Doppelgänger als Organreservour / Die Maschinen haben einen Atomkrieg ausgelöst und die Welt übernommen, eine kleine Gruppe Aufständische kämpft ums Überleben.

Innerhalb dieser Prämissen gibt es unzähliege Geschichten. Die Definition von Hauptfigur und Konflikt bilden die Loglinen. Die Synopsis beschreibt die Geschichte anhand von Anfang, Wendepunkt, Ende. Ein Expose ist die Inhaltsangabe der Geschichte inkl. Figurenbeschreibung, ein Treatment erzählt die Geschichte, ein Bildertreatment die Geschichte in Szenen, Ein Drehbuch die Geschichte in Szenen und Dialog.

So long Huckepach
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Neuer Beitragvon runningchild » Do Jan 28, 2010 11:42

Meine Güte... was für eine DIskussion ich da wegen einem verfehlten Ausdruck vom Damm gebrochen habe...

Gut. Unter Berücksichtigung der nun geklärten Begriffe: Eine Prämisse (1 Satz) hab ich.

Synopsis (in wenigen Sätzen) ist auch ausgearbeitet und in sich schlüssig und spannend. Ich habe mich nun einfach dazu entschieden den deutlichsten (und umgangssprachlichen) Begriff für die Behörde zu nutzen und für alle Unwissenden eine kurze Definition in die Fußnote zu packen.

Danke
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Neuer Beitragvon Snaporaz » Do Jan 28, 2010 20:23

Und? Magst du uns nun mal den Namen der Behörde verraten?
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Neuer Beitragvon runningchild » Do Jan 28, 2010 21:01

Ehrlich gesagt: Nein.

Das mag zwar etwas albern wirken, aber wir gehen lieber 0% als 1% Risiko ein, wenn es ums Schützen unserer Idee geht.

Aber evtl wäret ihr ja noch so freundlich mir folgendes zu beantworten:

Ein "Pitch-Paper" für eine Serie, sollte/könnte aus welchen Teilen bestehen?

Unser bisheriger Plan sieht so aus (unsortiert):
Logline, (1 Satz)
Prämisse, (1 Satz)
Synopse (3-5 Sätze)
Exposé (1 A4 Seite)
ggf. "Biografien der 2 Hauptfiguren und kurze Beschreibung der Nebenfiguren; zusammen 2-3 A4 Seiten)

Ist das zu viel? Zu wenig?
Uns ist bewusst, dass es da eine gewisse Redundanz zwischen Synopse und Exposé gibt. Wir sind uns aber nicht sicher, ob diese akzeptabel ist, da man durch die Synopse schneller erfährt, worum es geht und so eventuell gelockt werden kann oder ob es schlecht ist, weil der Leser sonst teilweise zweimal das gleiche liest - einmal kurz einmal ausgebreitet.

Würde mich über Meinungen freuen.

Robert
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Neuer Beitragvon Anubis » Do Jan 28, 2010 21:22

Ehrlich gesagt: Nein.

Das mag zwar etwas albern wirken, aber wir gehen lieber 0% als 1% Risiko ein, wenn es ums Schützen unserer Idee geht.


Ja, stimmt. Klingt nicht nur albern, ist es auch.

Aber evtl wäret ihr ja noch so freundlich mir folgendes zu beantworten:


Nein. Denn ich gehe lieber 0% als 1% Risiko ein, wenn es darum geht, meine potenzielle Konkurrenz zu stärken.

...

Leute echt, ist doch Kindergarten! Was glaubt ihr denn, wie locker euch eure tolle Idee geklaut werden könnte, wenn ihr erst mal ein Pitchpaper rausgebt. Eine Idee ist ja selbst dann nicht schützenswert.

Machst dich nur lächerlich...
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Neuer Beitragvon j1clark » Do Jan 28, 2010 23:20

Anubis hat geschrieben:...

Leute echt, ist doch Kindergarten! Was glaubt ihr denn, wie locker euch eure tolle Idee geklaut werden könnte, wenn ihr erst mal ein Pitchpaper rausgebt. Eine Idee ist ja selbst dann nicht schützenswert.

Machst dich nur lächerlich...


Ein Pitch ist mehr als eine Idee auf Papier. In Hollywood liest man manchmal, dass ein Pitch gekauft wird.

Ich glaube, dass die meisten Posters hier nichts zu fürchten haben , ihre 'Pitch-Buch-Ideen' zu veröffentlichen.

Wenn sie klar ihre Projekten stellen, bekommen sie besser Kritik order Empfehlungen...
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Neuer Beitragvon jonni » Do Jan 28, 2010 23:48

runningchild hat geschrieben:Ehrlich gesagt: Nein.

Das mag zwar etwas albern wirken, aber wir gehen lieber 0% als 1% Risiko ein, wenn es ums Schützen unserer Idee geht.

Aber evtl wäret ihr ja noch so freundlich mir folgendes zu beantworten:

Ein "Pitch-Paper" für eine Serie, sollte/könnte aus welchen Teilen bestehen?

Unser bisheriger Plan sieht so aus (unsortiert):
Logline, (1 Satz)
Prämisse, (1 Satz)
Synopse (3-5 Sätze)
Exposé (1 A4 Seite)
ggf. "Biografien der 2 Hauptfiguren und kurze Beschreibung der Nebenfiguren; zusammen 2-3 A4 Seiten)

Ist das zu viel? Zu wenig?
Uns ist bewusst, dass es da eine gewisse Redundanz zwischen Synopse und Exposé gibt. Wir sind uns aber nicht sicher, ob diese akzeptabel ist, da man durch die Synopse schneller erfährt, worum es geht und so eventuell gelockt werden kann oder ob es schlecht ist, weil der Leser sonst teilweise zweimal das gleiche liest - einmal kurz einmal ausgebreitet.

Würde mich über Meinungen freuen.

Robert

Schreib doch einfach mal das Drehbuch und fertig.
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Neuer Beitragvon Anubis » Fr Jan 29, 2010 8:49

Ein Pitch ist mehr als eine Idee auf Papier. In Hollywood liest man manchmal, dass ein Pitch gekauft wird.


Und, hab ich irgendwas anderes geschrieben?

Aber danke, dass du meine Aussage noch mal inhaltlich 1:1 wiederholt hast...
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Neuer Beitragvon runningchild » Fr Jan 29, 2010 10:49

Also ich muss sagen, dass ich den Umgangston in diesem Forum als ziemlich hart empfinde, besonders dafür, dass er u.a. auch von einem Moderator kommt.

Aber gut.

Ich verstehe nicht, was das Problem ist. Was habt ihr denn davon, wenn ihr wisst, um welche Behörde es sich handelt?
Sicherlich hat niemand von euch die Absicht irgendwas zu stehlen. Aber trotzdem kann dann die ganze Welt die Idee lesen und legal damit machen, was sie will. Und natürlich kann sie auch gestohlen werden, wenn wir sie an Sender schicken aber da kommt sie nur bei einer Hand voll vertrauenswürdiger Personen an und ist nicht für jeden frei zugänglich.

Ich hatte eine form-bezogene Frage gestellt und nicht um Hilfe beim Inhalt gebeten.
Wenn ich darum gebeten hätte und dann nichts verraten, könnte ich die Aufregung ja verstehen. Aber so?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass mein Thread mal wieder so wirkt, als käme er von jemandem, der meint irgend eine tolle Idee zu haben, hinter der nichts steckt. Und ich kann euch auch sicherlich nicht davon überzeugen, dass es anders ist, außer ich lege euch die Geschichte dar. Aber das ist mir auch egal. EUCH muss ich ja nicht überzeugen.

Ich würde mich trotzdem darüber freuen, wenn jemand noch was zu meinen Pitchpaper-Ausführungen sagen könnte.

Danke
runningchild
 
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Neuer Beitragvon Tobias » Fr Jan 29, 2010 12:20

Hi runnigchild,

ich kann an diesem Umgangston, was deinen Tread anbelangt, nun wirklich nicht erkennen, er wäre hart. Letztendlich hast du gleich zu Anfangs andere als "Dummchen" hingestellt, weil deine geheimnisvolle Einrichtung so unbekannt wohl ist, dass diese diese vielleicht doch kennen und sich deswegen in die Geschichte versetzen könnten.

Im Übrigen glaube ich, dass deine/eure geheimnisvolle Einrichtung irgendwo schon thematisiert wurde ... ohne zu wissen, um welche es sich bei deiner/eurer handelt.

Problem zudem: die Begriffverwechslung oder falsches Verständnis.

Es scheint so, als orientierst du dich zu sehr nach dem amerikanische Markt.

Wenn du etwas anbieten möchtest, ob Spielfilm oder Serie, reicht aus:
- die LogLine oder auch Synopse im Begleitbrief
- Exposé (1-5 Seiten, für ein Serienkonzept reicht auch hier die Grundgeschichte, ggf. kannst du die ersten Folgen kurz skizzieren); hier kannst du das Exposé sogar in der Art der Story formulieren/erzählen/schreiben.
- Halbseitige Beschreibung der hauptfiguren Figuren.

Es sollten jedoch nicht mehr als 13 Seiten insgesamt sein - besser weniger.

Zum Pitch:
Du solltest dein Gegenüber in möglichst kurzer Zeit nicht langweilen.

Sicher wurde in den USA schon mal auf Grund eines Pitches die Geschichte gekauft. In Deutschland könnte dies auch passieren (bis überhaupt nicht), allerdings:
- der Anbieter wäre ein renomierter Autor, von dem man weiß, er schafft das Treatment oder Skript Termingerecht.
- ebenso wirst du auch kein nur Exposé verkaufen.

Ein Newbie wird es sehr, sehr, sehr schwer haben überhaupt mal Pitchen zu können.

Was du unter "Pitchpaper" verstehst - birgt das Problem: "Pitchpaper" gibt es nicht. Es ist das Angebot einer "Idee".

PS: Übrigens - falls du mal in Amerika bist - frag niemanden dort nach einem "Handy"!
PPS: Verwerfe den Gedanken (sofern vorhanden) nur eine Idee verkaufen zu können; du wirst auch das Skript schreiben. Nur Ideen werden nicht gekauft.

gruß
Tobias
 
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Neuer Beitragvon runningchild » Fr Jan 29, 2010 12:42

Hmm.. Offensichtlich gab es da ein Missverständnis.

Ich dachte nicht, jemanden als Dummchen verkauft zu haben. Ich habe nur gesagt, dass der offizielle Name der Behörde wohl eher wenigen Menschen geläufig ist, wohingegen eine umgangssprachliche Version eher bekannt sein dürfte. Aber auch das sind nur Vermutungen.

Unser Plan ist es nicht die Idee zu verkaufen und dann "fertig" zu sein.
Soweit wir aber bisher in Erfahrung bringen konnten, sieht es besonders bei Fernsehserien ja meistens so aus, dass Sender und Redakteure ein starkes Wort bei der Gestaltung und Formatgebung der Serie mitsprechen wollen. Deswegen dachten wir, dass es evtl klüger wäre, erst die Grundidee an die Sender heranzutragen und dann bei Interesse nach deren Vorgaben weiterzuarbeiten.
Eigentlich waren wir auch mit unserer Arbeit schon einiges weiter und hatten die erste Folge strukturell schon ausgearbeitet, standen also kurz vor dem eigentlichen Schreiben des Drehbuches. Dann ist uns jedoch oben geschriebenes bewusst geworden und wir hielten es für klug die weiteren Schritte in Abstimmung mit einem (hoffentlich interessiereten) Sender zu beschreiten.

Ist dieser Weg denn so unrealistisch?

Und warum ist es denn so unrealistisch eine Idee abgekauft zu bekommen (falls das unser Ziel wäre)? Wenn ein Konzept vielversprechend sein sollte, dann kann es doch nur im INteresse eines Senders sein, dieses Konzept zu kaufen und dann von ggf. erfahrereneren Autoren schrieben zu lassen.

Robert
runningchild
 
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Neuer Beitragvon huckepack » Fr Jan 29, 2010 13:14

Serien bedeuten für Sender inhaltlich und finaziell ein hohes Risiko, dazu binden sie innerhalb des Sender viele Ressourcen. Ein Spielfilm passt in einen bestimmten Sendeplatz z.B. Montagskino, Film Film usw. Für eine Serie muss ein "neuer" Sendeplatz geschaffen werden. Neue Serien zu starten bedeutet in der Regel auch länger fristige Umstrukturieurungen der Programmstruktur. Das heißt, Sender planen Serien langfristig, sehr intensiv und genau. Eine Serienidee wird niemals einfach von einem Pitch gekauft. Wenn Eure Serie zufällig direkt die aktuellen Ausrichtungen des Senders trifft, selbst dann werden zig Sitzungen und Gremien entscheiden und an der Entwicklung mitwirken.

Sicher, man kann immer ins "Blaue" entwickeln, doch es macht Sinn sich genau die zukünftigen Ausrichtung der Sender anzuschauen. Nicht die beste Serie wird produziert, sondern die, welche Zielgruppenmäßig, vom Genre und thematisch auf die mittelfristige Planung des Senders passt. Dazu reicht es nicht aus, das aktuelle Programm zu analysieren, denn das ist die Ausrichtung von Gestern. Ihr braucht informationen über zukünftige Planungen. Ich kann euch nur raten frühzeitig mit Redaktueren in Kontakt zu kommen und euch erstmal anzuhöhren was der/die Sender überhaupt wollen.

Dafür bieten sich Serien Symposien oder Seminare an. An der Filmakademie BaWü gibt es zum Beispiel einen eigenen Studiengang für Serienentwiklung, der mit einem fertigen Serienkonzept und dem Dreh eines Piloten/1. Folge abgeschlossen wird. In diesem Rahmen gibt es regelmäßig Veranstalltungen, wo alle wichtigen Sender ihre Konzepte und Ausrichtungen vorstellen und klar definieren, was sie für die Zukunft suchen.

So long Huckepack
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