Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Alles rund ums Drehbuch schreiben und die richtige Dramaturgie für Film & TV

Moderator: Kobe

Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon JudithCramer » Fr Jul 16, 2010 16:40

Hallo Zusammen,

hier mein Exposé über ein Burnout:


EXPOSÉ
Judith, eine lebendige junge Frau von 43 Jahren, wird zur Hauptfigur in diesem Buch. Seit ihrer Volljährigkeit kämpft sie um berufliches Ansehen, was ihr durch sehr viel Fleiß auch gelingt. Die letzten acht Jahre arbeitet sie als selbständige Kosmetikerin in einem eigenen Institut in Hamburg. Durch ihren großen Ehrgeiz und enormen Arbeitseinsatz floriert ihr Studio.
Eines Tages erhält sie einen Anruf von ihrer Freundin aus dem Rheinland. Diese bittet Judith, die nächsten Wochenenden in Oberhausen zu arbeiten. Nunmehr gibt es keine Verschnaufpause mehr und als die ersten Anzeichen eines Zusammenbruchs sich abzeichnen, ignoriert Judith diese aus einem einzigen Grund: Sie kann sich keine Auszeit gönnen, dies würde für sie als Einzelkämpferin zum finanziellen Desaster führen. Sie macht weiter und es geschieht, was abzusehen war. Ein fataler Zusammenbruch reißt sie augenblicklich aus ihrem beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Ärzte nehmen ihren Zustand nicht ernst, sie sucht unter panischen Ängsten mehrere Psychologen auf, doch keiner kann ihr helfen.
Für einen kurzen Moment beschließt Judith, nicht mehr weiterleben zu wollen. Ihr noch vorhandener kämpferischer Geist bewahrt sie vor dem Tod, doch sie bleibt gefangen in ihrer eigenen Psyche. Verzweifelt versucht sie wieder in ihr altes Lebensschema zu finden, doch vergebens, denn durch diesen Stress, den sie sich letztendlich selbst zufügt, setzt sie ihren Körper dermaßen unter Druck, dass über Nacht ein halbseitiges Taubheitsgefühl einsetzt. Eine Woche Krankenhausaufenthalt, Entlassung ohne Befund! Keine zwei Wochen später verliert sie komplett ihr Augenlicht. Wieder eine Woche Hospital aber die höchste Dosis Cortison holt die Sehkraft zurück, doch die Angst vor der Angst macht ihr Dasein nicht mehr lebenswert. Kein Mensch darf sich in unmittelbarer Nähe aufhalten, die Duschkabine wird tagelang zum Feind, hinter jedem Telefonklingeln versteckt sich der Teufel, außerhalb ihrer Wohnung lauert die Gefahr. Jede Situation muss sie selbst bestimmen, nur eine kleine unerwartete Menschenansammlung vor der Kasse im Supermarkt lässt sie panikartig flüchten.
Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner beschließen sie, das Studio zu verkaufen und nach Mallorca auszuwandern. Entfernt vom Tourismus baut sie hier um sich herum eine sichere Burg auf, in der sie kurze Momente des Glücks genießen kann.
Fünf Jahre nach dem Zusammenbruch liest sie eines Tages im Internet, dass ein Coach Protagonisten sucht, die einen „Burnout“ erlebt haben. Umgehend schreibt sie ihm und schildert ihren langen Leidensweg. Der Coach ist von ihrem Schicksal sehr berührt und besucht sie auf der Insel. Intensive Gespräche folgen und reißen alte Wunden auf. Sie schafft es, zum ersten Mal über ihre Kindheit zu sprechen und ihr Trainer zwingt sie, diese noch einmal zu durchleben. Schonungslos beschreibt Judith, wie sie über Jahre hinweg misshandelt wurde, im späteren Leben um Anerkennung bettelte und durch überzogen dargestelltes Selbstbewusstsein den Mittelpunkt innerhalb der Gesellschaft an sich gezogen hat. Verlustängste in der Liebe, permanenter Druck zu versagen, werden Themen dieser Unterhaltungen. Während vieler Stunden und über mehrere Tage hinweg, gelingt es dem Coach, ihr systematisch einen Ausweg zu zeigen, ihre psychischen Fesseln zu sprengen, doch diese Tür muss sie letztendlich alleine öffnen um den Weg in die Freiheit finden.

Ich freue mich über Eure Antworten
Herzlichst
Judith Cramer
www.judith-cramer.com
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Mumble » Fr Jul 16, 2010 17:41

Ich freue mich über Eure Antworten
Zu welchen Fragen denn?

Im Gegenteil, es tauchen etliche andere Fragen auf, die du allerdings dir zuerst selber stellen und beantworten solltest.
1. Gibt es ein Drehbuch? (Anmerkung: Offensichtlich wohl nicht. Aber ohne Drehbuch braucht man keinen Regisseur.)
2. Steht die Finanzierung? (Wenn nicht, dann vergiß es einfach.)
Es gibt noch ein paar andere Porbleme bei der Geschichte, aber das ist jetzt nicht meine Aufgabe, dazu ein Statement
abzugeben. (Das ist eine Aufgabe für die ich bezahlt werde :D )

Eine Anmerkung noch: Die eigene Lebensgeschichte zu verfilmen mag für den Betroffenen selber sehr reizvoll und interessant erscheinen,
aber es hat sich gezeigt, daß nur in extrem seltenen Fällen ((!!)) der Rest der Welt (bzw. Produzenten) der selben Meinung ist.
Das mag pessimistisch klingen, ist aber ein Erfahrungswert aus der Praxis.
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon djMedia » Fr Jul 16, 2010 23:04

Man kann sicher eine Geschichte aus dem thema machen, abr autobiographisch ist da schwierig... Du könntest höchstens mal einen produzenten anhauen, ob er dein (Lese-)Buch verfilmen will. Wahrscheinlich wird er dann aber einen Autoren beuaftragen und nachher erkennst du das nicht wieder.

Mein Vorredner hat recht: Das eigene Leben beschreiben ist schwierig. Besser: Das Grundthema (Burnout etc.) nehmen und daraus was eigenes machen mit einigen wenigen biographischen Einflüssen.
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon JudithCramer » Sa Jul 17, 2010 13:46

Wer sagt denn, dass ich autobiographisch geschrieben habe? Nur weil der Name gleicht?
Ich schreibe an einem Manuskript über das Leben einer Frau, die einen Burnout erlebt hat.
Was ist daran so verkehrt, ein Thema aufzugreifen, dass in Deutschland brandaktuell und
in aller Munde ist? Miriam Meckel hat autobiographisch über ihren Burnout geschrieben. Leider
ist es nur ein Krankenhausbericht, doch durch die Beziehung zu Anne Will ein Bestseller
geworden. Tja, da werde ich mir eine verrückte Idee einfallen lassen müssen, um bekannt
zu werden.
Gibt es nicht Regisseure, die aus einem interessanten Stoff ein Drehbuch schreiben?
Gibt es nicht Regisseure, die eng mit einem Produzenten zusammen arbeiten?

Jetzt nur für die Pessimisten: ein Regisseur hat mein Exposé und Leseprobe angefordert, weil
es einfach spannend ist und in die Zeit passt.

Und nun für die Optimisten: drückt mir einmal fest den Daumen.

Leider kann man in einem Forum immer wieder die Erfahrung sammeln, dass grundsätzlich alles
"schlecht" gemacht wird und selten, oder fast nie, ein positive Aufmunterung erfolgt.

Habe eine tolle Geschäftsidee, teile Deine Meinung vielen Menschen mit und am Ende ist sie
kaputt geredet.

In diesem Sinne, noch einen schönen Nachmittag und die Sonne von Mallorca brauche ich Euch nicht zu schicken,
Ihr habt in Deutschland genug davon.
Herzlichst
Judith Cramer
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Snaporaz » Sa Jul 17, 2010 16:46

So, mal ganz langsam...

JudithCramer hat geschrieben: Tja, da werde ich mir eine verrückte Idee einfallen lassen müssen, um bekannt
zu werden.


Es sollte nicht dein Anspruch sein, "bekannt" zu werden. Ich wüsste auch von niemandem, der sich das vorgenommen hätte und damit erfolgreich gewesen wäre.

JudithCramer hat geschrieben:Gibt es nicht Regisseure, die aus einem interessanten Stoff ein Drehbuch schreiben?
Gibt es nicht Regisseure, die eng mit einem Produzenten zusammen arbeiten?


Jeder Regisseur arbeitet eng mit einem Produzenten zusammen. Natürlich gibt es das.
Und natürlich gibt es auch Regisseure, die selber Drehbuchautoren sind.
Aber das, was du uns vorgestellt hast, ist noch kein filmischer "Stoff". Es ist die Kurzbiographie eines Menschen. Kein Exposee, kein Treatment, nicht einmal ein wirklicher Pitch.

JudithCramer hat geschrieben:Jetzt nur für die Pessimisten: ein Regisseur hat mein Exposé und Leseprobe angefordert, weil
es einfach spannend ist und in die Zeit passt.


Schön, dass du von deinem eigenen Stoff überzeugt bist. Allerdings sehe ich ihn weniger im Kino, als im Programm des ZDF oder so. Wende dich an Redakteure oder Produzenten. Ein Regisseur alleine kann deinen Film nicht finanzieren. Ist aber ein guter Start. Halt und doch auf dem Laufenden, was daraus wird.

JudithCramer hat geschrieben:Leider kann man in einem Forum immer wieder die Erfahrung sammeln, dass grundsätzlich alles
"schlecht" gemacht wird und selten, oder fast nie, ein positive Aufmunterung erfolgt.


Ich finde das frech. Lies dir deinen ersten Beitrag selber durch und überlege, was du davon halten würdest, bevor du hier auf irgendwen losgehst.
Dein Beitrag hat keine Fragen enthalten, war stilistisch unsauber und unprofessionell. Wie soll man darauf reagieren?
Wer keine Fragen stellt, wird auch keine vernünftigen Antworten erhalten. Und die wenigen vernünftigen Antworten (wie z.B. dass ein biographischer Stoff noch lange kein Film ist) hast du unfreundlich abgewiesen.

JudithCramer hat geschrieben:Habe eine tolle Geschäftsidee, teile Deine Meinung vielen Menschen mit und am Ende ist sie
kaputt geredet.


Geschäftsidee? Ich dachte, es sei eine Filmidee. Ein großes Geschäft wird man mit einem Film über eine Krankheit sowieso nicht machen. Das ist ein Killer an den Kinokassen oder Fernsehgeräten.
Aber nochmals: Schön, dass du selbst so überzeugt von dir bist. Vielleicht solltest du deine Idee aber mal sacken lassen, um wieder kritikfähig zu werden.

Grüße an den Ballermann,

Snaporaz
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Deckard » Sa Jul 17, 2010 17:23

Hallo Judith,

zunächst Mal adaptiert in aller Regel ein Autor eine wahre Geschichte und nicht ein Regisseur. Vielleicht solltest Du mit Deinem Anliegen bei einer Produktionsfirma vorstellig werden und vorfühlen, ob dort Interesse besteht.

Dein „Exposé“ mutet wie eine kleine Nacherzählung eines realen Falles an, es könnte eine Richtschnur für eine Dokumentation sein. Meine Vorredner haben richtigerweise Deinen Text, der Fundament eines Filmes sein soll, kritisiert. Es ist – denke ich – nicht deren Intention gewesen, Dir Deinen Stoff mies zu machen.
In der jetzigen Form ist er dramaturgisch unterentwickelt, weil er momentan nicht mehr ist als der Verlauf einer Krankheit samt Heilungsprozess. Das ist zu wenig.
Nur mal ein Beispiel: Wenn alles seinen Kern darin hat, dass die Frau über Jahre misshandelt wurde, wo bleibt dann die möglicherweise hoch spannende und emotional aufgeladene Konfrontation mit dieser Person?
An diesen ungenutzten Potentialen wimmelt es in Deinem Entwurf. Das wird Dir jede Produktionsfirma und auch der Regisseur, der erfreulicherweise sein Interesse bekundet hat, – sofern er für fünf Cent Ahnung von seinem Job hat – bestätigen.

Wenn Du konstruktive Kritik nicht an Deinen Stoff heran lässt, wird er sich nicht entwickeln.

Schöne Grüße,

Deckard
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Anubis » So Jul 18, 2010 9:55

Wer sagt denn, dass ich autobiographisch geschrieben habe? Nur weil der Name gleicht?


Ach, tu doch nicht so! Wenn du dich schon so aus dem Fenster lehnst, dann steh wenigstens dazu.

Der Text ist so wenig dramaturgisch gedacht und strukturiert, verfügt dabei aber stellenweise über eine so absurden Detailliertheit, dass es sich einfach um eigene Erlebnisse des Autoren handeln muss. Und dann und dann und dann...

Ein Blick auf deine Homepage bestätigt dieses Gefühl dann ja auch. Und du scheinst ja einen gewissen Drang dazu zu haben, unter eigenem Namen aus dem eigenen Leben zu erzählen...

Du wirfst dem Forum vor alles schlecht machen zu wollen, bist aber deinerseits unehrlich und unauthentisch. Was erwartest du?

Zu deinem "Expose": Wie schon von meinen Vorrednern gesagt, diese Aneinanderreihung von (teils inneren) Ereignissen ist keine Geschichte. Das heißt nicht, dass man keine daraus machen könnte. Aber dann in der Tat wohl eher für's Fernsehen. Such dir einen Autoren, eine Produktion, eine Redaktion. Schreib das nicht alleine, denn man tendiert dazu, bei eigenen Erlebnissen das Gefühl dafür zu verlieren, was erzählenswert ist und was nicht.

Viel Erfolg.
Im Scheinwerferlicht ist es Nacht...
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon ranger » So Jul 18, 2010 13:32

Immer wieder verblüffend, wie viel Gift hier manche Leute versprühen... wenn auch unter dem Mäntelchen altväterlicher Belehrungen, zumindest häufig...
Mal konkrete Realisierungschancen außen vor gelassen, dergleichen kann seriöserweise niemand beurteilen, der hier ein paar schnell hingeworfene Zeilen liest... Diese Tendenz, alles mies zu machen, nervt und wertet dieses Forum nachhaltig ab.
Muss doch eigentlich nicht sein, oder?
Man kann dazu nur sagen: DAS ist nicht der Ton, der im Filmgeschäft vorherrscht. Leute, die dort so auftreten, machen sich nicht gerade beliebt. Was mich nachhaltig daran zweifeln lässt, ob die hier so superschlau auftretenden Kritiker überhaupt eine Ahnung haben, wovon sie reden...
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Furious-Spider » So Jul 18, 2010 13:51

Hallo Judith

ich habe mir die Geschichte durchgelesen und ich finde sie hat durchaus dramatische Züge. Jedoch finde ich die Glücksmomente zu sehr im Hintergrund beschrieben. Meine Meinung bei einer gut erzählten Geschichte ist, dass es mehr Glückliche Momente für den Helden gibt als Konflikt Momente. Wenn ich mich vor dem PP1 nicht mit dem Helden gefreut oder mit ihm geweint habe, geht mir der PP1 am A vorbei :) Was ich damit sagen will ist, die Formulierung müsste man etwas ändern aber ich kann mir durchaus einen guten Film vorstellen. Und die Aussage, dass Filme über Krankheiten an der Kasse ein Killer sind ist Schwachsinn. Jede gut erzählte Geschichte hat eine Chance auf erfolg. Hier im Forum wird viel Schrott geredet. Ich kenne das selber schon :) Man stellt eine Frage udn hofft auf hilfreiche Antworten oder wenn schon kritisch, dann wenigstens milde ausgedrückt. Aber nein, man bekommt nur Rumgemecker von Leuten die sich so anhören als hätten sie ihr Beruf verfehlt. Werdet doch Deutschlehrer oder sowas. Würde viel besser zu euch passen.

@ranger : du sprichst mir aus der Seele.

F-S
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon JudithCramer » So Jul 18, 2010 17:41

Auch eine schlecht formulierte Kritik kommt bei mir an. Ich gebe Euch Recht, mein Exposé ist künstlich kanpp mit langweiligen Aufzählung bestückt gewesen.
Es wird meinem Schreibstil nicht gerecht, gerade ich, die einen Spannungsbogen gern zur rechten Zeit einsetzen mag.
Ein Exposé zu schreiben, ist für mich wie das Bügeln von Blusen. Ich mag das einfach nicht.
Trotzdem ist mir klar geworden, dass dies meine Eintrittskarte in die große Welt sein wird.
Ca. 100 angefangene Seiten landeten heute in meinem Papierkorb, drei meiner Fingernägel wurden als Zwischenmahlzeit verspeist und
meine Hunde sind nunmehr beildigt, schauen mich mit dem A nicht mehr an, weil sie nur Trockenfutter anstatt das versprochene
Hühnchen bekommen haben.
Ich hoffe, die Mühe hat sich für mich gelohnt. Lest mal:

EXPOSÉ


Sie wollte erfolgreich sein – von allen geliebt werden – im Mittelpunkt stehen.
Oben angekommen, wird sie vom Teufel erwartet und im freien Fall
schickt er sie in die Hölle

Arbeitstitel: Absturz

Judith, eine lebendige junge Frau von 43 Jahren, wird zur Hauptfigur in diesem Buch. Seit ihrer Volljährigkeit kämpft sie um berufliches Ansehen und mit viel Fleiß und Ausdauer verschafft sie sich einen Namen in Hamburg. Seit acht Jahren führt sie ein Kosmetikinstitut, lebt in einer schönen Wohnung an der Seite eines liebevollen Partners und genießt den Status in ihrem Freundeskreis, als Stimmungsmacherin immer ein willkommener Gast zu sein.
Eines Tages erhält sie einen Anruf von ihrer Freundin aus dem Rheinland. Diese bittet Judith, die nächsten Wochenenden in Oberhausen zu arbeiten. Nunmehr gibt es keine Verschnaufpause mehr und die ersten Signale werden überhört. Als Einzelkämpferin kann sie sich keine Auszeit gönnen, dies würde zum finanziellen Desaster führen. Sie macht weiter und es geschieht, was abzusehen war. Ein fataler Zusammenbruch reißt sie augenblicklich aus ihrem beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Was spielt Martin, ihre erste, große Liebe für eine Rolle? Hat er sie zusätzlich in den Wahn getrieben? Ärzte nehmen ihren Zustand nicht ernst und immer tiefer gerät sie in den Sumpf ihrer Vergangenheit. Ein Geheimnis mit tausend Siegeln.
Für einen kurzen Moment beschließt Judith, nicht mehr weiterleben zu wollen. Ihr noch vorhandener kämpferischer Geist bewahrt sie vor dem Tod und verzweifelt versucht sie wieder in ihr altes Lebensschema zu finden. Vergebens. Die Angst vor der Angst macht ihre Wohnung zum Gefängnis. Erst als sie ihr Augenlicht verliert, wird ihr bewusst, dass es nur einen Weg gibt, hier wieder herauszukommen. Im Krankenhaus stellen die Ärzte eine Diagnose: gebrochenes Herz! In letzter Minute, durch Cortison schaffen sie es, ihre Sehkraft zurückzuholen.
Das kleine Mädchen im Herzen von Judith, das so viele Jahre in Gefangenschaft gelebt hat, meldet sich und reicht ihr eine kleine Hand. Gemeinsam treten sie eine Reise an, die sie in die Kindheit führt, um die Schmerzen zu verarbeiten. Es ist eine lange Fahrt, wo sie noch einmal die harten Schläge ihrer Mutter spüren muss. Wird sie ihr verzeihen können, oder bleibt sie ein Opfer der Gewalt die nicht die Tür in die Freiheit findet?


Übrigens, einer meiner Lieblingsfilme ist "Philadelphia". Ein Film, der damals auch zur richtigen Zeit ausgestrahlt wurde, als Aids in aller Munde war.

So, nun noch ein großes Dankeschön an "ranger" und ganz besonders an "Furious-Spider". Ihr habt mir heute mit Euren Worten ein Stück Sonne ins Herz gebracht.

Liebe Grüße
Judith Cramer
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon djMedia » Di Jul 20, 2010 14:43

Was ich hier so lese ist weder "Filmbranche" noch "Neidbranche", sondern schlicht das übliche gegenseitige Hochschaukeln in Internetforen. Fakt ist, dass Kritik an Drehbüchern schonungslos sein muss und man als Autor damit umgehen können sollte. Wenn du dein Drehbuch einem Produzenten vorstellen willst, dann kannst du Fürsprache gebrauchen. Denn wenn der anbeißt, dann kann man einiges machen... da geht es um einen selbst, um Selbstvertrauen, um Geld!
Aber wenn es um die Arbeit an der Geschichte geht. Sie entweder produzententauglich oder später tauglich für eine Verfilmung zu bekommen, dann gibt es kein "Sonne ins Herz bringen", sondern dramaturgisches Handwerk. Als Autor kritisiert zu werden ist hart. Aber ich versichere dir aus eigener Erfahrung: Kritisiert zu werden, sobald der Film fertig ist, mit immenem Aufwand gedreht, dafür Geld verbrannt wurde etc. pp. ist noch viel härter!
Wenn jemand Interesse am burnout-Syndrom hat, was ein Regisseur ja erfreulicherweise zu haben scheint, dann bedeutet das nicht, dass dein Exposé Grundlage für ein gutes Drehbuch ist. Denn leider muss ich meinen Vorrednern zustimmen: Interessanter Grundgedanke aber es führt noch nichts darüber hinaus. Denn nach dem Grundgedanken weiterzumachen, ist das Schwierige am Drehbuchschreiben. Ich habe auch eine persönliche Geschichte zu erzählen, die für bestimmte Kreise interessant ist. Ich würde sie auch abwandeln und nicht autobiographisch machen... aber wer sagt mir, dass ich sie gut und spannend erzählen kann? Das muss ich beweisen, indem ich ein gutes Exposé und/oder ein gutes Treatment schreibe. Meine Schublade bzw. mein Kopf sind voll mit Ideen, die ungefähr im Stadium von deiner sind... eben im Stadium einer groben Ideenskizze. Ich habe noch keinen Handlungsablauf gesehen, keine Figuren, keine dramaturgische Kurve, keine Story. "Reise in die Kindheit" klingt, als würde ich in Sachen Herr der Ringe schreiben "Reise nach Mordor", ohne den Inhalt zu beschreiben... so ein bisschen wie der Klappentext eines DVD-Covers.

Deshalb würde ich dir nahe legen, wirklich mal eine Story zu entwickeln, einen Plont, einen Handlungsablauf. Alles andere kann man immer nur abnicken als "Naja, interessante Idee!" und weiter nichts damit anfangen. Entweder also machst du eine richtige Story draus, oder du machst es anderen schmackhaft - einem Produzenten, einem Drehbuchautoren - und fungierst als Co-Autorin oder Beraterin. Wie hoch die Chancen dafür sind, mag ich dir nicht sagen. Probier es aus... wenn du Erfolg hast, dann hast du großes Glück und ich gönne es dir herzlichst. Wenn nicht, dann wirst du das bemerken, was viele Autoren (auch ich) schon merken mussten: Dass es äßerst schwierig ist, seinen Stoff durchzudrücken, wenn er nicht sofort packt. Und in deinem Stadium tut er das nicht.
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Tymo » Sa Jul 31, 2010 22:29

@all members of regie.de
Meiner Meinung nach sollte dieser Online-Treffpunkt von Gleichgesinnten dazu dienen, sich auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen, kreativ zu befruchten, sich zu loben und konstruktiv - ich betone - KONSTRUKTIV zu kritisieren.
Zu allen diesen genannten Punkten gehören sicherlich einige Grundvoraussetzungen im Umgang miteinander und dazu zählt für mich, sich gegenseitig mit Resepekt und Achtung zu begegnen.

Da ich davon ausgehe, dass sich in diesem Thread jeder entweder für kreatives Schreiben interessiert und/oder als Autor engagiert, sollte ein gewisses Maß an Taktgefühl in der Schreibe vorausgesetzt werden können, besonders wenn man sich auf die werke anderer members bezieht, die vielleicht noch nicht so viel erfahrung haben und dementsprechend qualitativ steigerungsfähig sind.

leider führen sich hier viel zu viele kommentatoren auf herablassende art und weise auf, als könnten sie das unwissende fußvolk belehren, weil sie ja weiß-gott-wie-viel ahnung haben, wie das business funktioniert und ihr nächste drehbuch ganz bestimmt den schmusig filmpreis verheißt...
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon djMedia » Sa Jul 31, 2010 23:01

@Tymo: Ja, ich kann deinen Standpunkt verstehen. Es ist aber auch eine Frage des respekts, kritische Stimmen zu hören und sich nicht ausschließlich auf wohlwollende Meinungen zu berufen. Denn ich muss es leider noch einmal betonen: "Sonne ins Herz bringen" ist nicht die Aufgabe von Drehbuchlektoren. Ich habe auch schon viel Lob gehört und mich drüber gefreut - aber noch mehr Kritik, mit der ich umgehen können muss. Wer ehrliche Meinungen will, muss mit ihnen umgehen können. Im Drehbuchbereich ist es eminent wichtig, sich gegenseitig ehrlich die Meinung zu sagen. Dass wir hier alle irgendwie von oben herab gucken und den nächsten Filmpreis erwarten... ja gut, dann sind wir bei der Polemik angekommen und müssen nicht weiterreden. Ich mag es nicht, wenn man sich für Kritik entschuldigen muss. Erst recht, wenn man sie ausführlich zu begründen versucht. Wenn jemand mit einem bestimmten Umgangston nicht zurecht kommt, okay... ich stehe selbst noch am Anfang und will jetzt hier nicht bemüht altersweise klingen oder Ähnliches, aber: Wer schon ,mit solcher Kritik nicht umgehen kann, der wird später Probleme bekommen. Aber ich erkenne auch jeden an, der das Talent hat, sich in sein Kämmerlein einzuschließen, Kritik als unfair abzutun und tolle Drehbücher zu schreiben.
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Tymo » So Aug 01, 2010 11:58

@djMedia

Nicht, dass wir uns falsch verstehen...ich bin der gleichen auffassung wie du!
kritik ist nicht nur hilfreich sondern vielfach notwendig, um sich weiterzuentwickeln - aber immer nur dann, wenn sie konstruktiv angelegt ist. und zu einer konstruktiven kritik gehört meiner meinung nach immer auch ein gewisses maß an fingerspitzengefühl...so habe ich das bei meinen drehbuchlektoren immer erlebt, die ihre ehrliche meinung kund getan haben und die besonders bei meinen ersten werken nicht immer nur positv war...
ABER: ich finde, sich hier insgesamt mit etwas mehr respekt zu begegnen, kann sicher nicht schaden, denn auch ehrliche meinungen, die negativ ausfallen, können dennoch in einem vernünftigen umgangston kommuniziert werden...
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon plattmacher » So Aug 01, 2010 18:00

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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon JudithCramer » So Aug 01, 2010 19:24

Cool, Plattmacher,

bin aber ein Frau, optisch nicht zu übersehen und emotional erst recht nicht. Schau mal unter
www.judith-cramer.de vorbei.

Ist doch mein Thread, den ich irgendwann einmal eröffnet habe. Smile. Anhängend noch an die
weiteren Kommentatoren:
Auch ich bin absolut der Meinung, Kritik ist unabkömmlich, um sich weiterentwickeln zu können, nur
der Ton macht die Musik.
Schönen Abend wünscht Euch
Judith
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon plattmacher » Mo Aug 02, 2010 9:52

JudithCramer hat geschrieben:Cool, Plattmacher,

bin aber ein Frau, optisch nicht zu übersehen und emotional erst recht nicht. Schau mal unter
http://www.judith-cramer.de vorbei.

Judith


wieso kann MANN es dir nicht recht machen? aber gut, wer nicht will, DIE hat schon.

nicht der ton macht die musik, sondern jeder empfindet musik anders.

du empfindest die reaktionen auf deinen threat zu hart, aber du solltest die fakten, die dir hier präsentiert werden, von deinen emotionalen reaktionen auf diese fakten trennen, um die wahrheit aus diesen fakten für dich zu nutze machen zu können.

verleugne deine gefühle, nur so kommst du weiter. alles andere ist nur einen gemeinheit deines unterbewusstseins - zb. wie dein unterbewusstsein auf die kommentare von regie.de usern reagiert - was dich davon abhalten will, weiter zu kommen. wie gesagt, du musst filtern.

hier auf regie.de hat dir doch wirklich keiner was getan. es geht nie um den ton, es geht immer um die informationen. ginge es um den ton wären doch alle abrbeitslos, nur weil sie mit ihrem blöden chef nicht klar kommen.

das unterbewusstsein wurde in der kinderheit und im laufe des lebens mit erfahrungen genährt, die heute unser verhalten zu über 90 % bestimmen. das ist eine wissenschaftliche tatsache. mann und frau ist gut damit beraten, bevor sie auf umstände reagieren, ihre gefühle in bezug auf diese umstände zu prüfen, und sich zu fragen, wie erwachsen oder kindisch diese reaktion auf diese umstände ist.

ist sag jetzt nicht, dass du kindisch bist, dass bist du bestimmt nicht. aber du fühlst dich verletzt, weil es einen ton gibt, der dir nicht zusagt. was ist schon ein ton im gegensatz zu lebensrettenden informationen? die leute hier wollen dir nur dein leben retten - dir helfen - und ich finde, dass dinge gesagt wurden, die tatsachen wiederspiegel. es geht um tatsachen und um sonst nichts.

auch wenn hier viele deppen rumhägen, so gibt es auch viele könner. frag mal die profis, wie kobe und co. was in der filmbranche so abläuft oder ruf hier an: http://www.studio-hamburg.de/index.php?id=918. erzähl denen mal, was du so vor hast.

das war das wort zum montag. :wink:

ich musste einiges aus meinem post streichen, weil ich das gefühl hatte, dass es dich emotional verwirren könnte. leider ist dir dadurch die essenz meiner antwort entgangen. schade, denn meine komplette antwort hätte dich nach hollywood gebracht. wie, du wolltest nicht nach hollywood?

hier mein lieblingssong:

http://www.youtube.com/watch?v=YYPZv-1bW_E
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon JudithCramer » Mo Aug 02, 2010 10:46

Danke, Du hast recht, ich reagiere oftmals zu empfindlich. Wie ich das in den Griff bekommen soll,
nun gut, da muss ich an mir arbeiten.

Trotzdem gehe ich mit einigen Meinungen, die ich hier gelesen habe, nicht konform. Warum sollte eine Krankheitsgeschichte sich
nicht gut verkaufen können? Ich erwähne nur "Philadelphia". Wer steht zur Zeit ganz oben auf der
Bestsellerliste? Miriam Meckel mit ihrem Buch "Burnout - ein Brief an mein Leben". Ich habe es gelesen,
objektiv ausgedrückt, es hat mir nicht gefallen. Ein reiner Therapiebericht aus der Klapse. Und dennoch,
es verkauft sich wie geschnitten Brot. Das Thema "Burnout" ist in aller Munde. Volkskrankheit in
Deutschland. Ständig werden neue Sachbücher auf den Markt geschmissen, wie Mann/Frau sich
davor schützen kann, oder aber aus diesem Dilemma wieder herausfindet.

Ich schreibe kein Sachbuch, ich erzähle einfach nur eine Geschichte über eine Frau, die abgestürzt ist.

Mein Exposé ist absolut nicht perfekt, doch trotzdem beharre ich an meiner Idee, dass aus meinem
Manuskript etwas Brauchbares produziert werden könnte.

So, Plattmacher, ich habe mir Deinen Lieblingssong angehört. Find' ich klasse, auch wenn ich ihn
als Wink aufgefasst habe. Macht nichts, so empfindlich bin ich nun auch wieder nicht.

Freundliche Grüße aus Mallorca
Judith

PS. Heute ist wieder Tauwetter für die Dicken angesagt
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon plattmacher » Mo Aug 02, 2010 11:25

ich sag ja nicht, dass eine story über eine krankheit sich nicht verkauft. du solltest nur nicht das mediujm film mit roma vergleichen. der song war übrigens kein wink. der titel hat nichts mit dir zu tun, aber ich wusste, dass du so darauf reagieren würdest. das ist deine natur. du bist wie du bist.

also, wenn du eine story über eine krankheit machen willst und das medium spiel - oder kinofilm dazu benutzen willst, solltest du dich an die regel halten, die in diesem medium gängig sind. und die wären? guck dir mal die filme an, die ich aufgeführt habe. du kannst über alles schreiben, was du willst.

viel glück

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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Mumble » Mo Aug 02, 2010 12:37

Hallo,

Judith, du kannst gerne auch noch dreiundzwanzig mal Miriam Meckel und von mir aus noch elfmal Philadelphia erwähnen, das ist nur leider völlig uninteressant und führt zu nichts, weil es keinen Bezug zum Thema hat.

Zum Thema:
Die zwei Exposés die ich lesen durfte, sind für eine Verfilmung nicht geeignet. Die zweite Version ist um keinen Deut besser als die erste. Das ist insgesamt schlicht und ergreifend zu langweilig für einen Film.

Es ist sicher für dich sehr bedeutsam, deine eigene Lebensgeschichte zu erzählen (und deine Webseite beweist überdeutlich, daß es deine Geschichte ist) aber der Rest der Welt wird diese Begeisterung nicht teilen. Jedenfalls nicht wenn man sich die Exposés anschaut.
Außer vielleicht Angehörige und Freunde, aber die haben alle keine Ahnung von Drehbüchern (da bin ich bereit zu wetten) und auf deren Meinung kannst du nichts geben. Da bist du hier oder in anderen Foren -rau aber herzlich- tatsächlich besser bedient.

Da ich genau weiß, welches Gegifte jetzt wieder losgeht (und welches mir am Arsch vorbei geht, weil ich recht habe) hier noch ein Tipp, wie es weiter gehen könnte:

Frag dich ehrlich selber: Wer ist die Zielgruppe für deinen Film? Wenn die Antwort lautet: "Na ja, alle!" dann gehe zurück auf los, fang noch mal ganz von vorne an und wirf das Manuskript in den Kamin.
Mumble
 
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon JudithCramer » Mo Aug 02, 2010 13:19

Hallo Mumble,

längere Zeit habe ich dieses Forum nicht besucht und mir ist es schlichtweg entfallen, mich wiederholt zu
haben. Sorry.

Thema meines Manuskriptes ist das Burnout, doch ich schreibe nicht biografisch!!!!! Mein eigener
Zusammenbruch, gibt mir nur eine Hilfestellung, die Geschichte authentisch darzustellen.

Ferner habe ich heute schon geschrieben, dass ich mein Exposé überarbeiten werde.

Es ist nicht Dein Ding, da kann ich mit leben, doch ich schreibe trotzdem weiter.
JudithCramer
 
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Sven Maier » Mo Aug 02, 2010 13:31

Hallo Judith,

dein Exposee liest sich zweigeteilt. Einmal beschreibst du den so genannten Absturz der Person und danach dann die Aufarbeitung mit dem Coach. Der zweite Teil ist eindeutig der langweiligere von beiden, denn es gibt den Konflikt nur noch im Kopf der Hauptfigur. Sie muss ihre psychischen Problem lösen. Für einen Roman mag das gut umsetzbar sein, aber man kann es nicht spannend verfilmen.

An deiner Stelle würde ich nur den ersten Teil deiner Geschichte behandeln und ihm mehr Würze verleihen. Deine Figur "Judith" sollte ein konkretes Ziel haben, das durch ihren Burnout verhindert wird. Gib deiner Figur etwas zu tun. Wenn sie nichts konkretes tut, einfach nur vor sich hin lebt, dann hast du tatsächlich einen Film über eine Krankheit anstatt über eine Figur und das ist wirklich langweilig.

Viele Grüße
Sven
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon JudithCramer » Fr Aug 13, 2010 19:10

Hola Sven,

ein Dankeschön, für Deine Antwort. Mein Exposé ist einfach nur shit, kommt meiner Geschichte am Lagerfeuer nicht gerecht.

Ich schreibe, fühle jedes Wort, das von mir zu Papier gebracht wird, doch ich bin keine Architektin. Habe nicht den
Grundriss, nehme einfach nur die Steine in die Hand, die mir vor die Füsse fallen. Ich reihe sie an, in der Hoffnung,
das meine Kreativität etwas Besonderes daraus macht.

Vielleicht darf ich hier einmal etwas von meinen Gedanken schreiben?

Gruß
Judith
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Re: Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht

Neuer Beitragvon Rudolf » Mo Aug 16, 2010 9:40

Es gibt sehr lehrsame Bücher, über das Drehbuchschreiben, die man zwar am Anfang nicht sofort begreift, aber es wird einem zumindest sofort klar, was man beim Aufbau einer Geschichte beachten sollte. Die Dramaturgie einer Geschichte entscheidet darüber, ob die Geschichte Erfolgreich ist oder nicht, deswegen wahrscheinlich auch deine Suche (Regisseur mit Hang zur Dramaturgie gesucht). Ich bin kein guter Geschichtenerzähler und habe deswegen auch große Probleme damit, eine Geschichte Dramaturgisch richtig aufzubauen. Ich kann Dir nur raten ein paar Bücher über das Drehbuchschreiben zu lesen. Mir hat es jemand einmal so erklärt, jemand erzählt dir einen Witz und du legst dich flach vor lachen, du merkst dir den Witz und bei nächster Gelegenheit erzählst du ihn weiter und wunderst dich, dass er überhaupt nicht ankommt. Du hast ihn Dramaturgisch falsch erzählt, das ist das ganze Geheimnis dabei.
Gruß Rudolf
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