Drehgenehmigungen und deren Probleme

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Drehgenehmigungen und deren Probleme

Neuer Beitragvon Nautilus » Do Jul 29, 2010 17:34

Hallo liebe Regie-Mitglieder,
für einen Dreh mit Fahrszenen im Bereich einer Kleinstadt (Hauptstraße) habe ich eine Drehgenehmigung beantragt die abgelehnt wurde, weil der Verkehr durch ein Wohngebiet (Parallelstraße) umgeleitet werden müsste. Ebenso die Buslinien.
Welche Erfahrungen habt Ihr mit Drehgenehmigungen gemacht? Gibt es irgendwelche Paragraphen oder gar Urteile, worauf man sich bei der Beantragung berufen kann um so von vornherein ein wenig "Rückgrat" zu zeigen?
In dieser Kleinstadt hat zuvor noch niemand eine Drehgenehmigung für derartige Filmszenen (Fahrszenen) beantragt. Nach meiner Meinung machen es sich die Komunen sehr einfach. Treu dem Motto: "Erst mal absagen". Vielleicht liege ich aber auch falsch?!
Wie ist Eure Erfahrung? Habt Ihr Ideen und Vorschläge?
Liebe Grüße Nautilus.
Zuletzt geändert von Nautilus am Do Jul 29, 2010 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drehgenehmigungen und deren Probleme

Neuer Beitragvon Mumble » Do Jul 29, 2010 17:52

Hallo,

du liegst vollkommen falsch: Jede Stadt, jede Kommune kann Drehgenehmigungen genau so handhaben, wie sie das für richtig hält.
Im Interesse der öffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Abwägung möglicher Beeinträchtigungen kann das zuständige Ordnungsamt das erlauben oder eben nicht. Basta.
Einen rechtlichen Anspruch auf eine Drehgenehmigung im öffentlichen Gelände gibt es nicht, und wenn du so etwas vor Gericht durchsetzen willst, bekommt der Richter einen Lachanfall. Wenn so eine Klage überhaupt zugelassen wird.

PS: Es heißt Rückgrat.
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Re: Drehgenehmigungen und deren Probleme

Neuer Beitragvon Nautilus » Do Jul 29, 2010 18:04

Hallo Mumble,
Rechtschreibfehler beseitigt. :-)
Ich will nichts vor Gericht durchsetzen. Sorry wenn das falsch rüber kam. Dachte nur daran, bei der nächsten Beantragung vielleicht einige Präzedenzfälle nennen zu können (wenn das denn überhaupt hilft). In manchen Städten werden ganze Straßenzüge gesperrt, um z.B. eine Verfolgungsfahrt zu drehen. Hier gehts um Filme in Sachen Verkehrserziehung und -aufklärung.
Aber mal ganz abgesehen vom Filmthema; ich wollte eigentlich nur Eure Erfahrungen kennen lernen. Wie geht man am besten vor? Das was nicht geht, habe ich schon selbst kennen gelernt.
Danke trotzem Mumble. :-)
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Re: Drehgenehmigungen und deren Probleme

Neuer Beitragvon Mumble » Do Jul 29, 2010 18:44

Hallo,

also gut, ein Beispiel: wenn die Colonia Media ihren "Tatort" in Münster mit Jan-Josef Liefers und Axel Prahl dreht, dann hat die Stadt Münster überhaupt kein Problem damit, das Filmteam ganze Straßenzüge sperren zu lassen - denn die gute PR ist nicht zu unterschätzen und mehr wert als jede andere Imagekampagne.
Außerdem weiß die Stadt Münster -auch aus Erfahrung, klar- daß das Filmteam versichert ist, daß Blocker und Absperrungen ausreichend vorhanden sind, daß die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden, daß Polizei und Feuerwehr ggf. informiert sind und sie wissen, daß ein eventuelles Stuntteam professionellen (=sicher) Ansprüchen genügt.

Wenn Franz Hinz & Hans Kunz als Privatpersonen einen Studentenfilm drehen wollen, dann wissen die Behörden das erstmal nicht!

Das ist der Unterschied.

Man kann mit Freundlichkeit und Charme eine Menge erreichen, gerade was Drehgenehmigungen angeht - aber eine Garantie für die Erteilung ist das nicht... :wink:
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Re: Drehgenehmigungen und deren Probleme

Neuer Beitragvon kroenchen-movie » Mi Aug 04, 2010 11:28

Hallo Nautilus,

ich habe im Siegerland (Siegen, Wilnsdorf, Herdorf usw.) eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht. Allerdings drehte es sich hierbei um ganz unspektakuläre Szenen, also keine Verfolgungsfahrten o. ä.

Eine Kommune wird sich, wie mumble schon gesagt, viel leichter tun, wenn sie weiß, dass der Dreh unter professionellen und abgesicherten Bedingungen abläuft und dass die Produktion für alle Fälle versichert ist. Das kann - ohne das abschätzig zu meinen - eine Amateurproduktion nicht unbedingt so leisten, schon gar nicht bei gefährlichen Szenen wie Verfolgungsjagden, Unfälle usw.

Wenn man sich mit den Leuten vom Ordnungsamt ganz freundlich und ordentlich unterhält und ihnen zeigt, was man vorhat und ihnen vielleicht sogar Alternativen und Kompromisse bei den Drehorten und bei den Szenen vorschlägt, zeigen sie sich bestimmt auch kooperationsbereit.

Eine Garantie ist das wie bereits gesagt natürlich nicht. In welcher Kleinstadt willst du denn was machen? Vielleicht kann ich dir aus dem nicht ganz so fernen Siegerland helfen.

Herzlichen Gruß aus der "Nachbarschaft"

kroenchen-movie
Schoenen Tag und frohes Schaffen noch.
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Re: Drehgenehmigungen und deren Probleme

Neuer Beitragvon Nautilus » Mi Aug 04, 2010 18:20

Hallo Krönchen-Movie,

habe die Genehmigung schon. Genau so, wie Du es gesagt hast. Freundlichkeit, und den Rest hat ein wenig Einfluss gebracht. Die erste Ablehnung ist auch bereits geklärt. Also alles ist gut. :-)
Soll auch keine Verfolgungsfahrt werden (dafür haben wir ein eigenes Gelände) sondern eine Fahrszene zum Thema "ungesicherte Gegenstände im Pkw". Gedreht wird in Olpe.
I.d.R. beantragt auch die Produktionsfirma die Drehgenehmigung. Dies war eine Ausnahme.

Trotzdem Danke für das Angebot!!!

Liebe Grüße aus Olpe nach Siegen. :-)
Nautilus
 
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